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„Auch Wacken hat klein angefangen“

Weser-Life in Rinteln „Auch Wacken hat klein angefangen“

Eigentlich eine tolle Idee: Bei freiem Eintritt tanzen und chillen an einem Wahnsinns-Sommertag direkt an der Weser, am Alten Hafen. Techno-Musiker Turgay „Musoé“ Avcioglu hatte seine DJ-Freunde von nah und fern auf die Bühne eingeladen, Bodega-Wirt Arif Sanal für Getränke und Pizza gesorgt.

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Turgay Avcioglu scherzt mit den gestandenen Männern von den Vereinigten Chöre Rintelns.

Quelle: cok

RINTELN. Im Laufe des Sonnabendabends kam eine schöne Stimmung auf, mit mehr als 450 Gästen direkt auf der Weserhalbinsel und jeder Menge Zaungäste ringsum.

Obwohl es den Besuchern spürbar Spaß machte, der Musik im Schatten der Birken auf den aufgestellten Bänken oder am Weserufer auf mitgebrachten Decken sitzend zu lauschen – eine Riesen-Party ist aus „Weser Life“ dann doch nicht geworden.

Das Techno-Fest begann schon gegen 14 Uhr, in der Mittagshitze. Von der anderen Weserseite hörte man die Jubelrufe aus dem Schwimmbad, aus der St.-Sturmius-Kirche drang die Orgelmusik einer Hochzeit, und mitten in dieser Gemütlichkeit begannen die Vereinigten Chöre Rintelns zu singen.

Die gestandenen Männer in der Seemannskluft sollten der Überraschungsgast sein. Und wirklich, sie machten es so charmant mit ihrem Lied „Wo die Weser einen Bogen macht, da wird die Sau geschlacht“ – hätten die DJs bereits vorher aufgelegt, und dann, mittendrin, wäre plötzlich der fröhliche Chor aufgetaucht, ein Riesenbeifall wäre ihnen gewiss gewesen.

So wie beim Metal-Festival in Wacken immer die örtliche Feuerwehr aufspielt, so sollte beim Techno-Event in Rinteln der Chor die Harmonie von Jung und Alt symbolisieren. „Was Wacken kann, das können wir auch“, rief Chorleiter Hans Hübner. Nur leider gab es da noch kaum einen Zuhörer.

Im nächsten Jahr wieder dabei

Zum Glück ließen sich die Sänger nicht die Laune verderben, sondern stießen mit einem Bier mit Turgay Avcioglu an und gaben ihm das Versprechen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. „Auch Wacken hat klein angefangen“, meinte der DJ, der sich allerdings doch erhofft hatte, dass bereits beim ersten Mal einige Tausend Leute zu „Weser Life“ kommen würden.

Tagsüber zogen auch Techno-Freunde es insgesamt vor, den heißen Sommertag nicht beim Tanzen, sondern beim Baden oder irgendwo im Schatten zu verbringen.

Nach 20 Uhr, als sich die Wiese allmählich füllte und vor der Bühne getanzt wurde, blieb nicht mehr viel Zeit bis 22 Uhr, um sich dann endlich richtig auszutoben.

Auf dem Festgelände kamen hauptsächlich jüngere Leute zusammen. Die Älteren setzen sich auf die Bänke oder die Mauer des Stadtwalls, und selbst eine Gruppe alter Damen mit ihren Rollatoren hatte offensichtlich Spaß daran, das Treiben aus sicherer Entfernung zu beobachten.

Alles in allem, so der Plan von Bürgermeister Thomas Priemer, sollen Musikveranstaltungen in den nächsten Jahren öfter Mal aus der Innenstadt abgezogen und an die Weser verlegt werden. cm

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