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Auf Messers Schneide

Baumaßnahme Auf Messers Schneide

„Da ist ja wieder keiner.“ Diesen Satz von Baustellenbeobachtern wird man wohl rund um die aufgebuddelte Dahlienstraße in Deckbergen nicht hören. Seit Kurzem sind dort Mitarbeiter der Firma Gerber Landschafts- und Gartenbau dabei, das Teilstück zwischen Osterburg- und Brunnenstraße zu sanieren.

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Mit Bagger und Schaufel an der Dahlienstraße: Bis November soll die Fahrbahn gepflastert sein – die Zeit drängt.

Quelle: jan

Rinteln. „Es stand bis zuletzt auf Messers Schneide, ob wir den Auftrag noch vergeben können“, sagt Bauleiter Uwe Quindt vom Bauamt. Dabei ging es ums Geld. „Hätten wir nicht ganz kurzfristig doch noch die beantragten Fördermittel zur Dorferneuerung aus Hannover bekommen, wir hätten diese Baumaßnahme nicht angepackt.“

Im Frühjahr hatte es aus der Landeshauptstadt noch geheißen: kein Geld dafür da. Nun finanziert das Land zur Hälfte die Sanierung dieses Teilstücks der Dahlienstraße, die andere Hälfte bezahlt die Stadt Rinteln. Dennoch drängt weiterhin die Zeit, denn, so Quindt, „bis zum 15. November müssen wir mit Hannover abgerechnet haben“. Der bereits entfernte Asphalt soll durch das im Deckberger Ortskern schon verwendete rötliche Pflaster ersetzt werden. Die Stadtwerke nutzen die Gelegenheit, noch bestehende Hochleitungen in den Untergrund zu verlegen.

Kontrolle mit Schiebekamera

Zwischen Sand und Schotter blitzen grüne PE-Rohre hervor, der neue Regenwasserkanal. Die alten Betonrohre waren laut Quindt eingebrochen. Den Schmutzwasserkanal, der noch aus Steinzeugrohren besteht, haben vor Baubeginn Mitarbeiter des Abwasserbetriebs genau untersucht. Dessen Technische Leiterin, Grit Seemann, erläutert das Vorgehen: „Wir mussten den Kanal erst mal reinigen, damit der Weg frei ist für unsere kleine Schiebekamera. Bei deren Einsatz dürfen in der Sohle keine Steinchen liegen. Mit der Videokamera erfassen wir dann Stück für Stück, ob der Kanal Schadstellen aufweist. Das beobachten unsere Mitarbeiter draußen am Bildschirm.“

Seemann ist recht angetan von der Minikamera, die sich noch nicht lange im Besitz des Abwasserbetriebs befindet. „Wir können bei Bedarf kurzfristig handeln und müssen nicht darauf warten, dass eine Firma die Kanalkontrolle für uns erledigt.“ Es kann unter Umständen Wochen dauern, bis so ein Termin steht. Auch der Schmutzwasserkanal an der Westendorfer Straße, die derzeit ebenfalls saniert wird, wurde so durchgecheckt. Seemann: „In beiden Kanälen gab es lediglich kleine Schadstellen, die rasch behoben waren.“

Pflasterarbeiten beginnen kommende Woche

Das neue Pflaster für die Westendorfer Straße steht noch frisch verpackt am Thie – im Schatten der Kirche. Die Pflasterarbeiten sollen nach den Worten von Bauleiter Quindt in der kommenden Woche beginnen. Die Bordsteine stehen schon. „Wir sanieren vom Thie aus bis zur Einmündung Agnes-Nordmeier-Weg. Weiter rüber nach Westendorf haben wir vor ein paar Jahren erst eine neue Fahrbahndecke aufgebracht“, sagt Quindt.

Eine neue Fahrbahndecke erhält auch der nördliche Abschnitt der Krönerstraße in der Nordstadt. Seit Dienstagnachmittag ist das Einfahren von der Breiten Straße aus nicht mehr möglich. Bauarbeiter sind zunächst damit beschäftigt, die Gehwege zu erneuern. Begonnen wurde auf der linken Seite (Fahrtrichtung Ostpreußenweg). Ist diese Seite fertig, wird die andere Gehwegseite gemacht.

„Es ist nicht so einfach“

Erst zum Schluss erhält die im Vollausbau sanierte Fahrbahn eine neue Asphaltfeinschicht. Das Bauende sieht Quindt Ende Oktober/Anfang November. Das stückweise Vorgehen begründet er mit der Situation. In der Krönerstraße stehen Mehrfamilienhäuser mit vielen Mietern, im einmündenden Saarweg ist der Oberlin-Kindergarten. „Es ist nicht so einfach“, sagt Quindt, der den Mietern so lange wie möglich Gelegenheit zum Be- und Entladen ihrer Autos geben möchte und sich wünscht, dass möglichst viele ihre Autos „außerhalb“ abstellen, wenn die Baustelle nach Norden wandert.

Das noch in der Sanierung befindliche Teilstück des Ostpreußenwegs zwischen Bahnhofstraße und Bahnhofsallee bleibt gesperrt, bis es – in einem Zuge mit der Krönerstraße – fertig asphaltiert ist. Es dient der Baufirma so lange als Lagerplatz. jan

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