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Auf „Penner“ setzt es eine Ohrfeige

Rinteln Auf „Penner“ setzt es eine Ohrfeige

Nach einer morgendlichen Auseinandersetzung mit zwei Hausbewohnern hat sich jetzt ein 57-jähriger Rintelner wegen zweifacher Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten müssen.

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Rinteln. Der zurzeit wegen einer anderen Sache inhaftierte Mann soll zunächst einem Nachbarn (60) einen Schlag auf das Ohr verpasst haben. Anschließend, so der Vorwurf, habe er auch noch einen zweiten Nachbarn (44) attackiert, der mit einem Besenstiel zu Hilfe kommen wollte.

Der tätlichen Auseinandersetzung vorausgegangen war ein heftiger Streit am Vorabend. Damals schrie der offenbar alkoholisierte Angeklagte herum und wurde von einem der späteren Opfer und einem weiteren Mann in seine Wohnung gedrängt.

Am nächsten Morgen ging der 60-jährige Hausbewohner mit seinem Hund spazieren. Als er zurückkam, griff ihn der Angeklagte draußen an. Dieser habe ihm unverhofft einen Schlag auf das Ohr versetzt, sodass er gleich umgefallen sei, berichtete der 60-Jährige.

Diesen Vorfall beobachtete ein zweiter Hausbewohner von seinem Fenster aus und ging sofort mit einem Besenstiel nach draußen. Damit habe er den betrunkenen Angeklagten festhalten wollen, erzählte der 44-Jährige.

Er sei dann vom Angeklagten zu Boden geschleudert worden, äußerte der Mann weiter. Dabei verletzte er sich am vorgeschädigten Fuß. Es hatte geregnet, vielleicht sei er auch nur ausgerutscht, relativierte der Zeuge später.

Der Angeklagte ließ sich dagegen wie folgt zu dem Geschehen ein: Beim ersten Vorfall habe ihn der 60-jährige Hausbewohner als Penner bezeichnet. „Daraufhin habe ich ihm eine Ohrfeige gegeben“, sagte er nun vor Gericht. Dann sei der zweite Nachbar mit dem Besenstiel hinzugekommen und habe zugeschlagen. Er konnte das aber abwehren, beide stürzten.

Richter Christian Rost stellte schließlich das Verfahren gegen den von Rechtsanwalt Nils-Gunther Pengel verteidigten Rintelner ein.

Dabei erfolgte die Einstellung im Hinblick auf eine frühere Entscheidung: Vor gut einem Jahr hatte der Rintelner wegen gefährlicher Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten kassiert. Eine Verurteilung in diesem Verfahren wäre neben der Haftstrafe nicht weiter ins Gewicht gefallen. maf

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