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Auf dem Wochenmarkt hält der Frühling Einzug

Rinteln Auf dem Wochenmarkt hält der Frühling Einzug

Es ist ja nur ein kleiner Wochenmarkt, sechs, manchmal auch sieben Stände jeden Dienstagvormittag auf dem Marktplatz. In der kalten Jahreszeit mussten manche Händler Geduld und Durchhaltewillen aufbringen, weil so wenig Kunden kamen.

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Noch kein Massenandrang, aber spürbar belebter und bunter: Auf dem Rintelner Wochenmarkt hält der Frühling Einzug.

Quelle: cok

Rinteln (cok). Jetzt aber, an den sonnigen Frühlingstagen, kann der Umsatz wieder steigen. „Wir erleben es jedes Jahr neu: Das Frühjahr belebt das Geschäft“, so Bäckermeister Hartmut Hakenbeck.

 Während die Freunde der Bratwürste von Schlachter Rauch sich weder durch Wind, Regen oder Kälte von ihrem geschätzten Imbiss abbringen lassen und sich nun auch bei Sonnenschein rund um den Stand einfinden, hatte der Bäcker im Januar und Februar deutlich weniger Kundschaft. Auch an seinem Stand treffen sich die Menschen, um zu plaudern, den neuesten Klatsch und Tratsch zu erfahren und einen Becher des recht guten Kaffees zu trinken. „Im Februar allerdings brauchte ich manchmal nur zwei Kannen voll zu kochen“, so Hartmut Hakenbeck. „Jetzt aber werden es wieder acht bis zehn. Die Leute haben eben sehnsüchtig auf den Frühling gewartet.“

 Sein Nachbar, der Türke Ibrahim Kadi, hat ebenfalls gut zu tun. Zwar geht es auf dem Dienstagsmarkt insgesamt viel ruhiger zu als Sonnabends am Markt auf dem Kirchplatz, wo sich fast ununterbrochen Kunden am Stand mit den türkischen Spezialitäten drängen. Doch auch mitten in der Woche schlendern immer wieder Menschen über den Marktplatz, um sich von den bunten Köstlichkeiten anlocken zu lassen, den eingelegten Pilzen, Zucchini, Paprika, Oliven, dazu den ungewöhnlich gewürzten Schafskäse-Cremes, wie jetzt ganz neu die Dattelcreme, dem Fladenbrot sowie den frischen, mit Mandeln und Walnüssen gefüllten Datteln.

 Der Stand des Gemüsehändlers Haynri Celikci leuchtet in allen Farben von Früchten, Kräutern und vielfältigen Gemüsesorten. Wahrscheinlich nächste Woche schon wird er Nienburger Spargel und Erdbeeren anbieten können. „Die Leute wollen unbedingt Spargel aus Deutschland kaufen, da achten sie viel mehr drauf, als noch vor Jahren“, meint er und freut sich auf den erwarteten Andrang. Blumenhändlerin Waltraut Zintz, die Tulpen und Hyazinthen anbietet, allerlei hübsch gebundene Sträuße auch und erste Topfblumen, sie kommt ab Mai mit Sommerblumen für Garten und Balkon, die ganze Palette rund um Geranien, Begonien, Petunien.

 Karl Pape, der seit Jahr und Tag das Biobrot der Vollkornbäckerei „Kornblume“ aus Aerzen verkauft, hat jede Menge Stammkunden, die extra seinetwegen zum Dienstagsmarkt kommen. Das Brot sei köstlich und günstig, und den passenden Biokäse in reicher Auswahl könne man gleich dazu erstehen. Für ihn macht es gar keinen großen Unterschied, ob es Winter oder Frühling ist, außer, dass er jetzt nicht mehr seine dicke Pelzmütze zu tragen braucht.

 Wochenmarkt ist wieder Sonnabend auf dem Kirchplatz.

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