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„Aus Osteuropa kommen Wilderer zu uns“

Vehlen „Aus Osteuropa kommen Wilderer zu uns“

Jagdpächter Heinz-Günter Möller ist sich sicher: Im Vehlener Jagdrevier wird derzeit gewildert. Man habe häufiger Schüsse gehört, aber nichts gefunden.

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Recihlich vorhanden, und recht niedlich, aber nur sehr schwer zu erledigen: Das Schwarzwild fällt höchstens mal dem Verkehr zum Opfer – sehr zum Leidwesen der Jäger. 

Vehlen. Es sei beobachtet worden, dass die Feldmark nachts mit Suchscheinwerfern ausgeleuchtet wurde. Möller hat beim Biotop eine breite Geländewagenspur entdeckt und dort noch eine spezielle Taschenlampe eingesammelt.

 Möller will auch festgestellt haben, dass der Rehwildbestand spürbar zurückgegangen ist. Seiner Meinung nach würden die Wilderer aus osteuropäischen Ländern kommen. Sie tauchen kurz auf und verschwinden ebenso schnell wieder. Der Pächter empfahl seinen Jagdgenossen, bei der Suche nach den Tätern keinen Helden zu spielen. Das sei zu gefährlich.

 Nicht sehr erfolgreich waren die heimischen Jäger beim Bemühen, das reichlich vorhandene Schwarzwild zu erlegen. Möller wörtlich: „Wir haben uns den Hintern platt gesessen, aber nichts vor die Flinte bekommen.“ Die einzige tote Sau wurde als „Fallwild“ eingestuft, ist also dem Verkehr zum Opfer fallen.

 Im vergangenen Sommer hätten, so Möller, in der Feldmark zwischen Obernkirchen, Vehlen und Ahnsen bis zu 40 Stück Schwarzwild gestanden. Sie seien mit einer Infrarotkamera erfasst worden, fanden aber Schutz in den Mais- und Getreidefeldern und konnten deshalb nicht zur Strecke gebracht werden.

 In anderen Jagdbezirken war man in der Vergangenheit erfolgreicher – zum Beispiel im Harrl und vor zwei Jahren auch am Bückeberg, wo 23 Sauen erledigt wurden. Im Vehlener Bereich sind im vergangenen Jahr mehr Wildtiere auf der Straße verendet als vor einem Büchsenlauf. Auf diese Weise starben drei von vier Rehen, zwei Hasen, ein Wildschwein und ein Fuchs. Vier Füchse konnten erlegt werden und dazu 18 Krähen und zwölf Elstern. Hasen sind zur Rarität geworden.

 Eine Tierseuche sei im Vorjahr im heimischen Jagdbezirk nicht aufgetreten, während im Stadthäger Raum bei zwölf Hasen die Chinaseuche festgestellt wurde, berichtete Möller. Nur noch bis Ende März übt er die Funktion eines Jagdpächters aus. Als sein Nachfolger wurde Frank Linke von der Jagdversammlung im Gasthaus „Die Linde“ für die Dauer von neun Jahren bestätigt.

 Für seinen Vehlener Bereich hat Linke als Jagdaufseher Heiner Nagel eingesetzt. Der ist dann auch Ansprechpartner, wenn Wildschäden auftreten, die im vergangenen Jahr nichts ins Gewicht fielen.

 Der Vorsitzende der örtlichen Jagdgenossenschaft, Carsten Weiser, musste in seinem Rückblick eingestehen, dass die Mitglieder auch im Vorjahr keine Zeit für eine gemeinsame Fahrt gefunden haben. Ursprünglich wollte man den Klosterstellen in Barsinghausen besichtigen.

 Vielleicht klappt es 2012. Finanziell hat die Gemeinschaft keine Sorgen, wie Schatzmeister und Schriftführer Wilhelm Mevert zu berichten wusste.

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