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Aus dem Verkehr gezogen

Rinteln Aus dem Verkehr gezogen

Alte Kleider sind begehrt – als Wirtschaftsgut und zur Versorgung von Bedürftigen. „Im Landkreis Schaumburg soll es 27 Aufsteller geben“, teilt Bernd Koller, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes, mit.

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Umgeben von Müll: Altkleidercontainer neben Glascontainern an der Kirschenallee.

Quelle: dil

Rinteln. „Aber wir fühlen uns dadurch nicht gestört, denn wir ermuntern Spender erfolgreich, sich an unseren Sacksammlungen zu beteiligen. Andere rufen uns oder die Awo bei Haushaltsauflösungen an, wenn es um gut erhaltene Bekleidung geht. In die Container wird auch viel Müll gestopft, den wollen wir nicht. In Rinteln haben wir nur drei Container, im gesamten Landkreis sind es 20.“

Die Stadt Rinteln hat die Altkleidercontainer auf ihren öffentlichen Flächen registriert, mit den Aufstellern Vereinbarungen. Ärger nimmt die Stadt deshalb nur in zweierlei Hinsicht wahr: 1. Wenn Bürger sich über Verschmutzungen rund um die Container beklagen, aber dabei handelt es sich meist um private Flächen, außerhalb des Einflusses der Stadt. 2. Es sei denn andererseits, der Verkehr und die öffentliche Ordnung sind gefährdet.

„Auf dem Kompostplatz der Stadt stehen zwei Container, die wir über den Bauhof von zwei Standorten haben entfernen lassen“, erklärte Ordnungsamtsleiter Ulrich Kipp. „In Engern hatte ein Container an der Berliner Straße auf privatem Grund dazu geführt, dass Autos im Halteverbotsbereich parkten und durch das Einwerfen von Altkleidern der Gehweg übermäßig genutzt wurde. Wir konnten aber den Aufsteller weder per Telefon noch per E-Mail ausfindig machen. Zwei andere Container standen auf dem Parkplatz Große Tonkuhle. Seit die Verbindungsstraße dort freigegeben ist, beeinträchtigten sie die Sicht an der Ausfahrt. Diese haben wir deshalb entfernt.“ Zwei ältere Schuhcontainer standen bereits auf dem Kompostplatz. Besucher hätten schon gefragt, ob sie dort auch einwerfen dürfen.

Beschwerden über Vermüllung von Containerstandorten laufen auch bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft auf, denn die ist für die meist in der Nähe stehenden Altglascontainer zuständig. „Ist die Verschmutzung bei den Glascontainern, informieren wir die Firma Tönsmeier, die für das Duale System in Schaumburg den Gesamtauftrag für die Altglassammlung hat. Geht es um Kleidercontainer, verweisen wir an die jeweilige Stadt, wenn es sich um öffentlichen Grund handelt. Bei Privatgrund können wir nichts machen.“

Die Stadt Rinteln hat eine Vereinbarung mit einem Aufsteller für zwölf Container, die auf städtischem Grund stehen. Zusätzlich gibt es die Vereinbarung mit dem DRK-Kreisverband für weitere drei Container. Hier gibt es kaum Ärger.

In Rinteln wie auch an anderen Orten tauchen immer mal wieder Plastikkörbe vor Haustüren auf, die wenige Tage später wieder abgeholt werden. „Das sind private Sammler“, so Koller. „Wir appellieren an Spendenwillige, unsere Sacksammlungen oder unsere Container zu benutzen, wenn sie etwas Gutes tun wollen. Wir sehen die Spenden durch, haben meist einen guten Zustand, waschen, reparieren und geben dann alles in unsere fünf Kleidershops. Dort rotieren sie im Dreiwochenrhythmus von Shop zu Shop, damit wir immer ein wechselndes Angebot haben. Inzwischen versorgen wir in Zusammenarbeit mit der Awo auch die Flüchtlinge in Schaumburg.“

In Rinteln gibt es jährlich auch eine Sammlung der DLRG für ihre eigene Arbeit und Sammlungen für Krisengebiete, mal vom DRK, mal vom Lions Club. dil

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