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Außen schnuckelig, innen entkernt

Pläne für die "Grafensteiner Höh" bei Rinteln Außen schnuckelig, innen entkernt

Von außen sieht es so gut aus wie seit Jahren nicht – aber innen fühlt man sich in den ehemaligen Gasträumen wie auf einer Rohbaustelle.

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Wartet weiter auf Interessenten: Das ehemalige Hotel-Restaurant Grafensteinerhöh ist von außen saniert und innenn entkernt.

Quelle: dil

Rinteln. „Wir haben alles entkernt“, sagt Thomas Schuster, seit Oktober 2013 Besitzer des früheren Hotel-Restaurants „Zur Grafensteinerhöh’“ mit Betreiberwohnhaus daneben. Nun sucht die Immobilie mit einem Text in „Ich“-Form in zwölf Internetportalen neue Nutzer. „Lieber Mieter als Käufer“, sagt Schuster, „dann könnten wir vielleicht gemeinsam etwas daraus machen.“

 „Hallo, liebe Interessenten, Investoren, potenzielle Mieter oder Käufer, ich bin’s, die ,Grafensteinerhöh‘“, beginnt der Werbetext bei www.ohne-makler.de. Später heißt es: „Makleranfragen unerwünscht!“ Die Überschrift lautet: „Ehemaliges Hotel-Restaurant mit massig Potenzial in Toplage“.

 Für Gewerbe sind die 4000 Quadratmeter Grundstück an Engerns Grenze zu Steinbergen vielleicht top wegen der 23000 Kraftfahrzeuge, die täglich auf der Bundesstraße 238 vorbeirauschen. Halb Steinbergen ist aus demselben Grund dagegen mit Forderungen nach einer Ortsumgehung und nach mehr Lebensqualität zugepflastert.

 Schuster selbst hätte am liebsten eine Ausstellungshalle für US-Fahrzeuge, ein gediegeneres Restaurant im Obergeschoss und eine Schnellgastronomie samt Backshop im Parterre gehabt, aber es gab keine Interessenten. Die Einrichtung eines Backshops mit der dafür nötigen Technik wäre sehr teuer gewesen, die Fahrzeughalle war nicht genehmigungsfähig, musste er feststellen.

 Schuster hat darum erst einmal aufgeräumt und aufgehübscht. Das Inventar wurde bei einem Räumungsflohmarkt teilweise verkauft, der Rest entsorgt. Von außen hat er das im Jahr 1900 errichtete Gebäude gestrahlt, saniert und den Fachwerkbereich neu gestrichen.

 Das gesamte Grundstück wurde gerodet, planiert und gesäubert. Teile der Dächer sind erneuert worden. Das gesamte Gebäude hat Schuster entkernen und zur Renovierung vorbereiten lassen. Das Wohnhaus daneben wurde renoviert, vieles ist dort inzwischen neu. „Mit wenigen Restarbeiten ist es sofort bezugsfertig“, heißt es im Internet.

 Zum Hauptgebäude ist zu lesen: „Die Ausstattung entscheiden Sie alleine. Ich selber habe keine. Meine Grundsubstanz ist einmalig. Sehr massive und heute unbezahlbare Bauweise aus massivem Bruch- und Sandstein. Mein Eigentümer ist für alle Ideen offen.“

 700 Quadratmeter Gastronomiefläche, 20 Fremdenzimmerzwei Garagen, ein Carport und vier Etagen werden für das Hotel-Restaurant aufgezählt. Ein Kaufpreis dagegen nicht, den will Schuster nur vor Ort und ernsthaften Interessenten verraten. Er selbst hat das Objekt recht günstig gekauft, danach aber einiges investiert. Nun müsste mal wieder Geld reinkommen. „Aber am wichtigsten ist mir, dass da wieder Leben einkehrt“, betont Schuster. dil

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