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Außenspiegel beschädigt

Freispruch Außenspiegel beschädigt

Nach einem dubiosen Unfall ist eine Hausfrau (47) vom Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort freigesprochen worden. Die Rintelnerin war angeklagt, beim Verlassen eines Grundstücks mit ihrem Auto gegen einen geparkten VW Polo geprallt zu sein.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

RINTELN. Konkret soll die hintere Tür ihres Wagens aufgegangen sein und den Außenspiegel des Polos getroffen haben. Schaden: 320 Euro.  Im Mai vorigen Jahres bot ein Rintelner eine Küche zum Verkauf an, die von einer Frau und einem etwa 18 oder 19 Jahre alten Mann abgeholt wurde. Dafür waren drei oder vier Fahrten notwendig. Ein in der Nähe des Hauses stehender Azubi beobachtete um kurz vor 13 Uhr, wie ein älterer Kombi das Grundstück verließ und die hintere offene Tür gegen den Außenspiegel des Polos schlug. Wer am Steuer gesessen hatte, konnte der Azubi nicht erkennen. Er sah aber, wie ein junger Mann auf der Beifahrerseite ausstieg und sich die Sache anschaute.

Verkäufer erinnerte sich an eine Frau

Wenig später fuhr der Kombi davon. Der Azubi konnte sich noch Teile des Kennzeichens merken. So geriet die Hausfrau ins Visier der Ermittler. Allerdings wussten weder derVerkäufer der Küche noch dessen Lebensgefährtin eindeutig, ob es die Angeklagte war, die bei ihnen die Küche abgeholt hatte. Dies konnten beide sowohl bei der Polizei als auch im Gerichtssaal nicht sicher sagen. Der Verkäufer erinnerte sich jedoch, dass beim Abtransport der Küche immer eine Frau auf der Fahrerseite einstieg, ein junger Mann auf der Beifahrerseite. Bei der letzten Tour, als noch auf dem Hof stehende Teile verladen wurden, waren Verkäufer und Lebensgefährtin nicht mehr zu Hause.

Die Angeklagte sagte zum Vorwurf: „Zu dieser Zeit war ich gar nicht an diesem Ort.“ Gegen 12.30 Uhr sei sie bei einer Sparkasse, gegen 13 Uhr einkaufen gewesen. Dies belegte die 47-Jährige durch Kontoauszüge und Kassenzettel. Ihr gleichaltriger Ehemann machte vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Richter Christian Rost hielt es für nicht erwiesen, dass die Frau die Fahrerin war, als der Unfall passierte. Deshalb entschied er auf Freispruch. Anderer Ansicht war die Vertreterin der Staatsanwaltschaft: Sie forderte eine Verurteilung im Sinne der Anklage und eine Geldstrafe von 600 Euro. Der Schaden ist bis heute nicht ersetzt. maf

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