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Auto kaputt –Versicherung geprellt?

Zwei Männer angeklagt Auto kaputt –Versicherung geprellt?

Zweieinhalb Jahre nach einem Unfall mit einem Einkaufswagen auf dem Parkplatz eines Rintelner Geschäfts müssen sich nun ein 70 Jahre alter Mann wegen Betruges und ein Mitarbeiter des Ladens wegen Beihilfe dazu verantworten.

Rinteln. Durch falsche Angaben zum Unfallhergang soll die Versicherung geprellt worden sein.

Im März 2014 kaufte der heute 70-Jährige fünf Gartenzaunelemente in dem Markt. Diese schaffte er auf einem flachen Einkaufswagen zum Parkplatz. Zum Transport der Elemente mietete er außerdem einen Kleintransporter bei dem Geschäft. Beim Beladen des Fahrzeugs, so die Anklage, fiel ihm ein Gartenzaunelement gegen einen daneben geparkten Wagen. Dabei wurden Kotflügel und Motorhaube des Autos getroffen, der Schaden betrug rund 2600 Euro.

Noch am selben Tag soll der 70-Jährige bei seinem Privathaftpflichtversicherer angerufen und den Vorfall so gemeldet haben. Eine Sachbearbeiterin teilte ihm laut Anklage daraufhin mit, dass kein Versicherungsschutz bestehe, weil der Unfall beim Beladen passiert sei. Deshalb müsse der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer den Schaden tragen.

Anschließend soll der Angeklagte erneut bei der Versicherung angerufen haben und diesmal mit einer anderen Sachbearbeiterin verbunden worden sein. Ihr gegenüber soll er den Unfall anders geschildert haben.

Falsche Angaben gemacht?

In der Schadensanzeige, so der Vorwurf, gab der 70-Jährige bewusst wahrheitswidrig an, der Unfall sei bereits auf halbem Weg zum Transporter passiert – und zwar wegen eines Windstoßes und des abschüssigen Parkplatzes. Der Mitarbeiter des Ladens sei ihm dabei gefolgt. Laut Anklage erklärte dieser in einem Schreiben gegenüber der Versicherung, der Unfall sei beim Transport Richtung Transporter durch einen kräftigen Windstoß geschehen. Aufgrund dieser Angaben zahlte die Assekuranz insgesamt knapp 2000 Euro aus. Der 70-Jährige soll so gehandelt haben, weil er bei seiner Privathaftpflichtversicherung nur eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro hatte. Im Gegensatz dazu betrug die Selbstbeteiligung bei der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung 1500 Euro.

Vor Gericht schilderten die von den Rechtsanwälten Marco Vogt und Nils-Günther Pengel verteidigten Männer im Wesentlichen, dass der Einkaufswagen auf dem Weg zum Transporter umstürzte und gegen das geparkte Auto fiel.

Dagegen berichtete ein Versicherungskaufmann, bei dem die geschädigte Autofahrerin Kundin ist, die beiden Männer hätten ihm gegenüber Angaben gemacht, wonach es sich sinngemäß um einen Beladungsschaden handelte. Dies wiesen die Angeklagten von sich.

Richter Christian Rost setzte schließlich die Hauptverhandlung aus, weil weitere Zeugen gehört und ein Gutachten eingeholt werden sollen. maf

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