Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Bäume, Sträucher und Rosen: Es wird gepflanzt

Rinteln / Schlingwiese Bäume, Sträucher und Rosen: Es wird gepflanzt

Wieder herrscht rege Betriebsamkeit auf der Schlingwiese – aber jetzt werden nicht Pflanzen beseitigt, sondern die Neugestaltung hat begonnen.

Voriger Artikel
Auf dem Wochenmarkt hält der Frühling Einzug
Nächster Artikel
Unbekannte stehlen Tresor mit 1000 Euro

Die Bauhofmitarbeiter Heiko Gierke (von rechts), André Pielemeier und Christian Aldag pflanzen Bäume und Sträucher auf der Schlingwiese.

Quelle: di

Rinteln (dil). Die kleinen Protestaufkleber an den Laternenmasten haben sich also überlebt – und ihre Schrift ist ohnehin nur noch mühsam zu lesen. Entgegen dieser Kritik hat Stadtgärtner Klaus-Ulrich Hartmann inzwischen auch viel Zuspruch für die Umgestaltung bekommen: „So mancher freut sich, dass jetzt die großen Solitärbäume wie Urwelt-Mammutbaum und große Atlaszeder besser zur Geltung kommen.“

 Auf der Rasenfläche schießen rund um einige Bäume jetzt die im Herbst gepflanzten wilden Tulpen, Narzissen und Krokusse aus dem Boden, und sie sollen sich auch aussäen. „Wegen ihnen wird rund um diese Bäume erst später gemäht, damit die Zwiebeln genug Energie für das Blühen im nächsten Jahr auftanken können“, erklärt Hartmann.

 Überhaupt soll es auf der Schlingwiese künftig viel mehr blühen als früher. Die Beete werden mit Bodendeckern und Sträuchern wie Duftschneeball, Blumenhartriegel, Zwergforsythien, Flieder, Zierapfel und Spieren in lockeren Gruppen bepflanzt. Hinzu kommen Stauden wie Storchschnabel, Johanniskraut, Salbei und Trugerdbeere, zum Teil in sehr großen Gruppen von mehreren Hundert Pflanzen. Und zwischen die Staudenflächen kommen Rosengruppen.

 „Die alten Sträucher an der Bahnhofstraße wurden ja nur noch wie Hecken behandelt“, sagt Hartmann. „Die neue Luftigkeit wird von vielen begrüßt, das ist hier ja schließlich kein Wald. Wir wollen es hier wieder stärker blühen lassen, damit sich der Bürger im Sommer darüber freuen kann.“ Wenn es aber von den Rintelner Parteien immer noch Kritik gebe, schlage er einen Ortstermin vor, bei dem er alles erklären wolle.

 Dass die Grünen nun fehlenden Lärmschutz beklagen, hält Hartmann für einen Trugschluss: „Wirklichen Lärmschutz boten die Sträucher nicht. Das war eher so: Was ich nicht sehe, höre ich auch nicht.“

 Im Moment setzen die Bauhofmitarbeiter die großen neuen Gehölze, in den nächsten zwei Wochen kommen dann die Stauden und Rosen in die Erde. Das Ganze wird schließlich noch mit Rindenmulch abgedeckt. Hartmann: „In der Woche nach Ostern soll alles fertig werden.“

 Die ersten Genießer sind schon da – und hinterlassen ärgerliche Spuren. „Neben den neu aufgestellten Sitzbänken liegen schon wieder Flachmänner von abendlichen Saufgelagen herum“, schimpft Hartmann. Kinogänger wissen, wovon er spricht. Dabei sollte diese Klientel eigentlich durch Aufhellen des Parks verdrängt werden.

 Auch der Verschönerungsverein Rinteln (VVR) hat sich jetzt während seiner Jahresversammlung mit der Schlingwiese befasst, hier insbesondere Achim Wruck. Erst beklagte er sich, dass in der Öffentlichkeit immer öfter vom Schlingpark die Rede sei, die Örtlichkeit heiße aber Schlingwiese.

 Aber Wruck hatte auch einen praktischen Vorschlag: Die dortige Sonnenuhr aus Beton müsse mal wieder gereinigt werden. Der VVR will sich nun offenbar darum kümmern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr