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Bahn frei!

Rintelner Verbindungsstraße Nord ist fertig Bahn frei!

Eineinhalb Jahre Bauzeit – da kann die Ungeduld schon groß werden, endlich über die neue Verbindungsstraße Nord zu rollen. Kaum war das rot-weiße Flatterband in Höhe Einmündung Im Galgenfeld in Rinteln durchschnitten, rollte schon ein Kleinwagen aus Richtung Einkaufszentrum Nord heran.

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Jetzt müssen die Scheren ran: Ehrenbürgermeister Karl-Heinz buchholz (vorn von links), Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm rauch, Bürgermeister Thomas Priemer und Uta Weiner-Kohl (Landesstraßenbauamt Hameln) durchschneiden das Flatterband zur offiziellen Freigabe der Verbindungsstraße Nord.

Quelle: tol

Rinteln. Ein Bauarbeiter stoppte ihn, wies ihn auf die noch nicht offizielle Freigabe hin, doch warum jetzt noch streng sein? Der Rentner am Steuer gab wieder Gas, winkte fröhlich den Offiziellen zu und freute sich, der Erste zu sein. Wenig später taten es ihm Radfahrer gleich.

 Bürgermeister Thomas Priemer hieß gestern um 14 Uhr Vertreter beteiligter Behörden, von dort tätigen Baufirmen und Planungsbüros sowie betroffene Nachbarn willkommen zur Freigabe des Vier-Millionen-Euro-Projekts. „Und wir haben heute noch mal mit dem Bauamt geklärt: Es gibt keine Kostenüberschreitung“, freute sich Priemer. Auch zeitlich sei man im gesteckten Rahmen geblieben, obwohl zum Beispiel die Rettung der Eidechsen, die Bodenbelastungen am Bahnkörper und der anspruchsvolle Bau einer Spundwand am Bahndamm viel Zeit und Arbeitskraft gekostet hätten.

 Priemer ließ das Projekt noch mal kurz Revue passieren: Im Mai 2008 wurde eine erste Verkehrsstudie gemacht. Oktober 2008 folgte die Aufnahme in das Mehrjahresprogramm des Landes Niedersachsen für Straßenbau. Im Juni 2010 wurden mehrere Planungsvarianten vorgestellt, im September ist der Planungsauftrag an ein Fachbüro vergeben worden. 2011 stellte die Stadt den Bebauungsplan auf, bereitete die Eidechsenrettung vor. 2012 gab es Fahrversuche am neuen Kreisel für den Schwerverkehr der Firma Scheidt. Im Frühjahr 2013 kam die Zusage, dass das Land 2,4 Millionen Euro (60 Prozent) beisteuert, die Stadt also nur 1,5 Millionen Euro tragen muss. Im November 2013 war Baubeginn, jetzt eineinhalb Jahre später folgten Fertigstellung und Freigabe.

 Der Bürgermeister gab der Hoffnung Ausdruck, dass nicht nur die rund 1000 Arbeitnehmer, die täglich von Osten durch die Stadt zu ihren Arbeitsstellen im Industriegebiet West (Glashütte, Amcor, Stüken, Weserwaben) fahren, sondern auch Durchgangsverkehr von Nordwesten nach Osten diese Straße annimmt. Das bringe sicher eine wesentliche Entlastung für innerstädtische Verkehre, vor allem für die Konrad-Adenauer-Straße, die Weserbrücke und das Ostertor.

 Zusammen mit Ehrenbürgermeister Karl-Heinz Buchholz, Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch und Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Leiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, durchschnitt Priemer dann das Band zur Freigabe dieser Straße und des Thüringer Weges.

 Im Bereich Einkaufszentrum Nord waren Bauarbeiter noch beim Aufstellen der letzten Schilder. An der Einmündung Im Galgenfeld standen die Schilder schon, waren die neuen Verkehrsvorränge markiert. Doch trotzdem brausten manche Autos gleich ohne Halten vom Galgenfeld in Richtung Konrad-Adenauer-Straße, ohne Vorfahrt zu gewähren. Wochenlang ging das ohne Probleme, denn Barrieren sperrten die neue Straße ab. Jetzt heißt es, sich schnell umgewöhnen. dil

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