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Bahnhofstoilette völlig von gestern

Rinteln Bahnhofstoilette völlig von gestern

Die Möglichkeiten, in der Nordstadt seine Notdurft zu verrichten, ohne öffentliches Ärgernis zu erregen beziehungsweise sich selbst zu ärgern, sind dünn gesät.

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Im Notfall bleibt den Herren nichts anderes übrig, als mit dieser Toilette vorliebzunehmen.

Rinteln. Die einzige öffentliche Toilette befindet sich im Bahnhofsgebäude. Und deren Tage sind gezählt, was die Ausstattung angeht; das sieht auch Bürgermeister Thomas Priemer so. „Die Situation entspricht nicht dem Anspruch an Standard und Sauberkeit für eine Toilette in einer Kleinstadt wie Rinteln“, teilt Priemer auf Anfrage mit. „Die Anlage muss ausgetauscht werden.“

Mit dieser Auffassung kommt Priemer dem Antrag der SPD-Fraktionsvorsitzenden Astrid Teigeler-Tegtmeier entgegen. In einem Schreiben an den Bürgermeister hatte sie Anfang der Woche den Zustand der Bahnhofstoilette moniert. Das Einkaufszentrum Nord ziehe Menschen in die Nordstadt. Allerdings fehle es in der Großen Tonkuhle an öffentlichen Toiletten. Die Bahnhofstoilette sei dem Menschenaufkommen nicht angemessen. Setze in Anbetracht dessen „aber eine zeitgemäße Ausstattung voraus“, so Teigeler-Tegtmeier.

Zahlreiche Rintelner Bürger hätten sich bereits gegenüber Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion über den Mangel an Sanitäranlagen am Einkaufszentrum beklagt. Die SPD beantragt deshalb eine Sanierung der Bahnhofstoilette sowie die Prüfung eines möglichen Neubaus im Bereich von Bahnhof und Großer Tonkuhle.

Jetzt soll die Gemeinnützige Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft (GVS) im Auftrag der Stadtverwaltung den Zustand der Bahnhofstoilette prüfen, feststellen, ob die Anlage überhaupt noch sanierungsfähig ist und dafür einen Kostenanschlag ermitteln.

Die Stadt Rinteln hat die Räumlichkeiten nur gemietet. Die Reinigung wird von einem privaten Dienst vorgenommen. Die Sauberkeit öffentlicher Toilettenanlagen zu kontrollieren, gestalte sich mitunter schwierig. „Morgens um neun kann noch alles sauber sein, aber zehn Minuten später kann es schon aussehen, als wäre nie sauber gemacht worden“, gibt Priemer zu bedenken.

Dass es an ordentlichen öffentlichen Sanitäranlagen fehlt, ist für Priemer klar. „In der Nordstadt fehlt eine zeitgemäße Toilettenanlage. Ich bin selbst schon mehrfach drauf angesprochen worden“, sagt der Bürgermeister.

Bis auf Weiteres müssen die Menschen in der Nordstadt jedoch mit der Bahnhofstoilette vorliebnehmen. Oder auf die Kundentoiletten einzelner Geschäfte des Einkaufszentrum Nords ausweichen. pk

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