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Bahnunterführung in erbärmlichem Zustand

Rinteln Bahnunterführung in erbärmlichem Zustand

Ein Besucher, der Rinteln mit dem Zug erreicht, könnte glauben, man wolle ihn abschrecken, damit er auf der Ferse wieder kehrtmacht. Der Zustand der Unterführung, die vom Bahnsteig zu Taxistand, Busbahnhof und Parkplatz führt, ist erbärmlicher denn je.

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Nicht einladend wirkte die Unterführung schon, bevor im April die Fliesen abgeschlagen wurden. Doch seitdem hat sich nichts getan.

Quelle: pk

Rinteln. Hatten sich die ganz Hartgesottenen inzwischen an Wandschmiereiren, defekte Beleuchtung und Uringestank gewöhnt, wurde im April noch eins draufgesetzt. Um die Bausubstanz der Unterführung zu überprüfen, wurden im Auftrag des Eigentümers, der Deutschen Bahn, Fliesen aus der Wand geschlagen und Deckenverkleidungen abgenommen. Nach der Prüfungsmaßnahme sollte dann alles wieder hergerichtet werden. Das ist drei Monate her. Nichts hat sich getan. Und dabei bleibt es womöglich auch bis auf Weiteres.

„Die Brückenbauwerkprüfung ist noch nicht erfolgt“, teilt Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst auf Anfrage mit. Es habe ein Zeitproblem gegeben, daher die Verzögerung. Man habe ihr allerdings just signalisiert, dass die Überprüfung im August vorgenommen werden soll. Ob das allerdings eine Instandsetzung der zerstörten Wände der Unterführung nach sich zieht, ist fraglich.

„Erst wenn die Prüfungsergebnisse vorliegen, entscheiden wir über weitere Maßnahmen“, so Brunkhorst. Möglicherweise müssen an den Bauteilen der Brücke oder auch an der Eisenbahnüberführung Maßnahmen ergriffen werden, gibt die Sprecherin zu bedenken.

Außerdem, so Brunkhorst, stelle sich die Frage, inwieweit es überhaupt Sinne mache, Fliesen und Deckenverkleidung wieder anzubringen, wenn der Bahnhof samt Unterführung ohnehin saniert werden soll (wir berichteten). Dies soll jedoch erst bis 2018 geschehen.

Für die Ästhetik fühlt sich die Bahn jedoch nicht verantwortlich. „Verpflichtet sind wir zu sicheren Bahnanlagen“, sagt Brunkhorst, wohlwissend, dass Kommunen ihre Bahnhöfe gerne „als Visitenkarten ihrer Städte“ bezeichnen. Sie sieht vor allem die Städte selbst in der Pflicht.

Bürgermeister Thomas Priemer hat den Zustand der Bahnunterführung auf dem Zettel – und wartet bereits auf Rückmeldung seitens der Bahn. Rein rechtlich sind ihm allerdings die Hände gebunden. „Wir können nur Druck ausüben“, sagt Priemer. Letztlich sei die Stadt auf den „Goodwill“ der Deutschen Bahn angewiesen. Aber so wie es jetzt sei, „so geht es nicht“.

Nicht glücklich über die Situation gibt man sich auch bei der Nordwestbahn (NWB), die den Rintelner Bahnhof täglich anfährt. Es fänden zwar generell regelmäßig Gespräche zwischen der NWB und der Deutschen Bahn statt, teilt NWB-Sprecherin Stephanie Nölke auf Anfrage mit. Die Einflussmöglichkeiten seien allerdings begrenzt. pk

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