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Begleiter werden gebraucht

Flüchtlingshilfe Begleiter werden gebraucht

Diana Ludwig hat viel zu tun. Die Sozialarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) koordiniert die Arbeit der Bürger, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen – als Deutschlehrer oder in der Kleiderkammer. Weitere Ehrenamtliche für Sprachkurse oder als Familienpaten werden gesucht

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Diana Ludwig (rechts) verabschiedet Alaa Alhariri, die Bundesfreiwilligendienst beim Kinderschutzbund geleistet hat.cok

Rinteln. Dazu steht sie im Kontakt mit Kinderschutzbund, Bildungseinrichtungen und Diakonie. 20 engagierte Menschen besprachen sich bei einem „Netzwerktreffen“ der „Hilfe für Geflüchtete in Rinteln“.

 50 junge Flüchtlinge leben derzeit in der Unterkunft am Kerschensteiner Weg, zusätzlich etwa 100 in dezentralen Übergangswohnungen. Sie müssen Behördengänge erledigen, die Sprache lernen, an Schulen angemeldet werden und Orientierung gewinnen. Ohne Begleiter an ihrer Seite ist das nicht zu schaffen. Neben Ludwig ist auch die neue Integrationsbeauftragte Juliane Rohlfing ansprechbar, wenn Ehrenamtliche Fragen haben, Geld für Projekte brauchen oder Helfer suchen.

 Hilfe braucht das Team der Kleiderkammer im Wohnheim. Die wird so gut besucht, dass die Kleiderfrauen manchmal glatt den Überblick verlieren könnten. „Außerdem ist die Kleiderkammer ein wichtiger Ort der Begegnung“, so Mitarbeiterin Beate Garbe.

 Die kleine Gruppe der ehrenamtlichen Deutschlehrer kann ebenfalls Unterstützung gebrauchen. Sie unterrichtet am Kerschensteiner Weg. Auch fehle es an Lernmaterial. Was die Unterrichtenden einklagen: Die Einrichtung eines Alphabetisierungskurses, der dazu beitragen würde, dass die anderen Sprachkurse besser strukturierbar sind. Immerhin kann Rohlfink auf den Fördertopf des Landkreises verweisen, der ab Mitte September etwa 2000 Euro für Lehrbücher und gemeinsame Unternehmungen zur Verfügung stellt.

Lehrermarkt ist leer gefegt

 Deutschlehrer zu finden ist insgesamt ein Problem, nicht nur bei den Ehrenamtlichen. Wer Alphabetisierungskurse oder Kurse mit Zertifikat geben will, braucht dazu eine Zusatzausbildung. „Der Markt ist wie leer gefegt“, sagt Bettina Bradt von der Bildungsvereinigung „Arbeit und Leben“.

 Ebenfalls immer gesucht sind Bürger, die sich zu Familienpaten oder Flüchtlingslotsen ausbilden lassen. Albrecht Schäffer vom Kinderschutzbund weist darauf hin, dass ab Mitte September wieder neue Schulungen beginnen.

 Die Netzwerktreffen am Kerschensteiner Weg wenden sich damit jeden letzten Montag im Monat auch an neue Helfer. Nächster Termin ist der 25. September,18Uhr.

 Ansprechpartner sind Ludwig, Telefon (05721) 9388443 und (0171) 6875626, E-Mail: kbef.dl@awo-kv-schaumburg.de; Rohlfing, (05751) 403-365, E-Mail: integration@rinteln.de; Schäffer, Kinderschutzbund, (05751) 965218. Cornelia Budde koordiniert Wohnungsangebote für Flüchtlinge unter Telefon (05751) 403-303.

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