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Behindertenbeirat fühlt sich übergangen

Enttäuschung über Antrag der Politik Behindertenbeirat fühlt sich übergangen

Enttäuschung im Behindertenbeirat: Einmal mehr hat der Vorsitzende Manfred Pollmann in der jüngsten Sitzung die Zusammenarbeit mit der Stadt Rinteln bemängelt. „Bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses vom September vergangenen Jahres hinsichtlich einer Verbesserung der barrierefreien Zugänglichkeit bei Rintelner Geschäften und Betrieben – besonders in der Fußgängerzone – wurde der Behindertenbeirat nicht hinzugezogen.“

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Rinteln. Was war geschehen? Der Rat beschloss im September auf Antrag der WGS-Fraktion, die Verwaltung aufzufordern, „binnen eines Jahres mit den Dienstleistern und Einzelhändlern sowie mit den Immobilieneigentümern im Stadtgebiet Kontakt aufzunehmen mit dem Ziel, die technischen Möglichkeiten einer Umgestaltung der jeweiligen Betriebseinheit hin zu einer Barrierefreiheit zu erörtern“. Der Behindertenbeirat sei mit hinzuzuziehen, heißt es weiter in diesem Beschluss.

 Die Verwaltung hatte mit Schreiben vom 6. Januar Pro Rinteln gebeten, seine Mitglieder nach dem Bedarf in Bezug auf Möglichkeiten zur barrierefreien Umgestaltung von Zugängen zu befragen. Dieser Bedarf soll bis zum 20. Februar der Stadt gemeldet werden.

 Dazu Pollmann: „Die Einbeziehung in die Überlegungen und Planungen bestand bis jetzt lediglich in der Zusendung des Schreibens der Verwaltung an den Behindertenbeirat, das auch an Pro Rinteln herausgegangen ist.“ Weil in diesem Schreiben nahezu ausschließlich der Text des Ratsbeschlusses übermittelt wurde, gebe er zwei Dinge zu bedenken. „Erstens sind nicht alle Geschäftsleute im Stadtmarketingverein organisiert, und deshalb können auch nicht alle erreicht werden. Zweitens wurden wir zum Inhalt des Schreibens nicht befragt. Wir hätten gern unsere Überlegungen entsprechend ausgeführt gegenüber den Geschäftsleuten eingebracht, um dieses Projekt werbend für die Stadt zu unterstützen.“

Um dem Wunsch nach barrierefreien Zugängen Nachdruck zu verleihen, hat der Beirat beschlossen, mit einem Schreiben an die Geschäftsleute und Immobilieneigentümer über Pro Rinteln zum Ausdruck zu bringen, dass barrierefreie Zugänge nicht nur Menschen mit Behinderungen helfen, sondern auch anderen Betroffenen mit eingeschränkter Mobilität, wie älteren Menschen oder Eltern mit kleinen Kindern.

 „Am Beispiel der neu gestalteten Fußgängerzone in Hameln wird deutlich, dass man mit Engagement und Kreativität eine nahezu vollständige Barrierefreiheit flächendeckend erreichen kann. Es wäre schön, wenn auch wir in Rinteln uns auf dem Weg zu einer behinderten- und generationenfreundlichen Stadt weiter entwickeln“, so Pollmann. peb

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