Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Beim Saxofon sorgt Holz für den guten Ton

Rinteln / Nachwuchs für Musikausbildung Beim Saxofon sorgt Holz für den guten Ton

„Wie kriegt man denn da einen Ton raus?“, fragt ein Erstklässler der Grundschule Süd. Gerrit Eckardt reckt ein mehrere Kilo schweres Ungetüm von Tuba in die engen Sitzreihen.

Voriger Artikel
216 Kilometer Arbeitsweg mit dem Rad
Nächster Artikel
Dunkle Jahreszeit ist da – der Einbrecher auch

Noch zu groß für Kinderhände: Gerrit Eckardt stellt den Grundschülern die Basstuba vor und bläst selbst ein paar Töne.

Quelle: dil

Rinteln (dil). Viele Kinderhände wollen anfassen, aber genug Puste für das Spielen hat nur Eckardt selbst. Anders bei dem etwas kleineren Bariton. Da bläst ein Junge seine Backen mächtig auf und drückt die Luft ins Mundstück. Tatsächlich, es tutet leise.

 So machen Unterricht und Werbung Spaß: Vertreter des Blasorchesters der Feuerwehr Rinteln haben in zweimal jeweils 45 Minuten erst Kindern der unteren beiden Jahrgänge, dann den Älteren gezeigt, was bei diesem Orchester für Instrumente gibt. Und dafür geworben, das Spielen dieser Instrumente zu lernen. Die Ausbildungsoffensive des über Rinteln hinaus bekannten und geschätzten Ensembles hält Einzug in die Schule. Den Nachwuchs kann man gar nicht früh genug motivieren, weiß Orchesterleiter Klaus Diebietz. Und im Grundschulalter sind die Kinder leicht zu begeistern.

 Wie das Plastikrohr zur Basstrompete wird, demonstriert Dieter Hoffmann. Erst entlockt er dem Rohr allein schon einen Ton, dann schraubt er ein Mundstück drauf, und schon lassen sich die Töne sogar variieren. „Wer will mal auf der Trompete spielen?“, fragt Hoffmann in die Runde der gut 70 Kinder aus erster und zweiter Klasse. Die Hände schnellen in die Höhe. Dann fangt den gelben Würfel, den ich Euch jetzt zuwerfe“, fordert Hoffmann die Kinder auf. Die stolze Fängerin bekommt einen Strohhut auf den Kopf, darf ran ans Mundstück, und mit etwas Hilfe kommt sie zum Erfolg.

 Niedrig schwellig ist das Angebot, hoch dagegen der Spaßfaktor, damit sich viele Kinder für die Musikausbildung interessieren. Aber es gibt auch verblüffende neue Erkenntnisse. „Warum ist das Saxofon ein Holzblasinstrument?“, fragt eine Vertreterin der Musikschule Mensching (Kooperationspartner des Blasorchesters) und hält das nach goldglänzendem Blech aussehende Instrument in die Höhe. Dann zeigt sie ein kleines Blättchen: „Das ist aus Holz, macht den guten Ton und gibt den Namen.“

 Trompete, Flügelhorn, Signalhorn, Blockflöte, Oboe, Rhythmusinstrumente, Bariton und Tuba gehören zu dem Sortiment, das vorgestellt und ausprobiert wird. Die Stunde vergeht wie im Fluge. Ob sie Erfolg haben wird?

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr