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Beirat fühlt sich überhört

Jüngste Sitzung des Seniorenbeirates Beirat fühlt sich überhört

„Wir werden von der Politik und der Verwaltung einfach nicht wahrgenommen“, lautet das Resümee von Eckard Strohmeier in der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirates der Stadt Rinteln. Diese Erfahrung musste der Vorsitzende einmal mehr während der SPD-Klausurtagung Anfang November machen.

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Rinteln. Laut einer Berechnung der Bertelsmann Stiftung ändere sich die Altersstruktur für Rinteln bis zum Jahr 2030 gravierend. Danach werde der Anteil der 65- bis 79-Jährigen um 21,9 und der über 80-Jährigen um 40,7 Prozent steigen. Die Nachfrage nach städtischen Leistungen und sozialen Angeboten für Senioren werde in den nächsten Jahren steigen und sich verändern.

 Dieser gesellschaftlichen Entwicklung müssten sich Verwaltung und Politik anpassen, um Strukturen für die Bedürfnisse einer der größten Einwohnergruppen vorzuhalten. Deshalb ist es für Strohmeier nicht nachvollziehbar, dass die Protokolle der Seniorenbeiratssitzungen, in denen regelmäßig Vorschläge und Anregungen zur Verbesserung der Situation für Senioren unterbreitet werden, von den Entscheidungsträgern nicht gelesen und ignoriert werden.

 „Ich muss leider feststellen, dass die ehrenamtliche Arbeit des Seniorenbeirats keine Anerkennung findet. Alle Ratsfraktionen sind an einer aktiven Bürgerbeteiligung wenig interessiert“, machte sich Strohmeier Luft. „Die Politiker sind der Auffassung, dass sie die gewählten Vertreter der Bürger sind und bestimmen, was geschieht. Vom Gesetz her ist das so gewollt und soll sich auch nicht ändern. Der Rat entscheidet. Nur in der Zukunft kann eine Kommune die zu lösenden Probleme ohne aktive Bürgerbeteiligung nicht lösen.“ Unterstützung fand Strohmeier von Ingrid Kelm. Seit drei Wahlperioden gehört die engagierte Seniorin dem Beirat an und schimpft: „Der Seniorenbeirat wird nicht gehört. Das ist einfach nur frustrierend. Manchmal fragt man sich, ob es sinnvoll ist, Zeit dafür zu opfern.“

 Strohmeier hofft, dass die Verwaltung beim geplanten Bau eines Mehrgenerationenplatzes am Kapellenwall und in Krankenhagen den Seniorenbeirat bei der Planung und Gestaltung mit einbezieht. „Wir haben uns schon über Outdoor-Fitness- und Mobilitätsgeräte erkundigt und werden demnächst Mehrgenerationsplätze in anderen Städten anschauen“, berichtet Strohmeier. peb

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