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Bekommt Rinteln ein Festivalgelände?

Steinzeichen Steinbergen Bekommt Rinteln ein Festivalgelände?

Was braucht ein Festivalgelände, wenn der Bass bis zum Morgengrauen durch die Luft wummert? Anwohner müssen weit genug weg wohnen, die Veranstalter brauchen Parkplätze, Wege, Sanitäranlagen, Stromanschluss. Das Gelände des „Steinzeichen Steinbergen“, gelegen im Steinbruch, bietet all das.

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Von Rintelnern für Rintelner

Wird so bald im „Steinzeichen Steinbergen“ gefeiert? Wenn es nach den Ideen einiger Veranstalter und des Touristikzentrums Westliches Weserbergland geht, könnte aus dem Steinbruch ein Festivalgelände werden.

Quelle: Archiv

Rinteln. So ist es nicht überraschend, dass bei Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Touristikzentrums Westliches Weserbergland, inzwischen die ersten Festival-Veranstalter angefragt haben, nachdem sich herumgesprochen hat, dass das „Steinzeichen“ nach der Insolvenz wieder belebt werden soll (wir berichteten).

Konkret wird es voraussichtlich am 19. August. Turgay Avcioglu, Justin Dansch, Morris Stegink und Peter Fedler sind gerade dabei, mit mehreren Agenturen Termine zu vereinbaren und Verträge vorzubereiten. Im Vorjahr fand „Weser Life“ am Weseranger statt. Das Festival begann in der Mittagshitze, die Gäste machten sich eher rar. Als endlich gegen Abend der Weseranger gefüllt war, war um 22 Uhr bereits wieder Schluss. Dieses Problem stellt sich im „Steinzeichen“ nicht.

15 Meter hohe Felswände bieten Lärmschutz

Doch entschieden ist noch nichts. Alle Festival-Ambitionen befinden sich in der Planungsphase, und auch die Formalia der Stadt fehlen noch, beispielsweise die Auflagen des Ordnungsamtes. Kubitzky und sein Team von „WeserMassiv“ lockten drei Jahre hintereinander Tausende nach Steinbergen. Bei der Premiere wurde sogar mit einem Lärmmessgerät kontrolliert, ob es in Steinbergen und Buchholz nicht zu laut wird. Wurde es nicht, denn die Tanzflächen lagen tief im Gelände, vor dem Lichttunnel sogar umgeben von 15 Meter hohen Felswänden.

Das Gelände ist gewissermaßen festivalerprobt. Hendrik Nach „WeserMassiv“ kam „WeserTekk“, die im Steinbruch vier Partys bis zum Jahr 2015 organisierten, um dann im Vorjahr ins Industriegebiet Rinteln Süd auf das Gelände des ehemaligen Avanti-Marktes umzuziehen.

Perspektive für die Outdoor-Szene

Überrascht hat Gräbner die positive Resonanz auf seine Idee, aus dem „Steinzeichen“ einen Mountainbike-Park zu machen. Es sei offensichtlich die Jugend- und Outdoor-Szene, die dem „Steinzeichen“ eine Zukunft bieten könne, nachdem die Idee eines Kulturparks gescheitert ist.

Doch dafür müssen die Voraussetzungen erst noch geschaffen werden. Die Fahrstrecken für die Mountainbiker, die Wege für die Fußgänger und die Besucher des „Jahrtausendblicks“ müssen abgestimmt, ausgeschildert und zum Teil neu gestaltet werden. Weil es im „Steinzeichen“ keine Lifte gibt wie in den Bike-Parks im Harz und Sauerland, muss ein Shuttle-Service aufgebaut werden.

Für Kletterer gibt es bereits eine Infrastruktur mit Kletterwand und Air-Trail-Park. Vorstellbar sei dort, sagt Gräbner, noch eine Anlage für den Trendsport Bouldern (Klettern ohne Seil und Gurt an Felsblöcken) sowie eine Indoor-Kletterwand einzurichten.

Noch keine Zusage vom Leader-Förderprogramm

An Ideen, sagt Gräbner, fehlt es also nicht. Doch realisiert werden könne das alles nur Schritt für Schritt. Noch fehlt die Zusage des europäischen Leader-Förderprogramms. Zusätzlich müssen Eigentümer wie Insolvenzverwalter zustimmen, eine neue Gesellschaft als Träger des Parkes gegründet werden. Doch Gräbner ist inzwischen optimistisch, dass das Konzept Realität werden könnte.

Der Park ist inzwischen wieder für Gruppen geöffnet. Und es gibt erste Buchungen für die Angebote, schildert Gräbner: der Air-Trail-Park, Kletterkurse, Erlebniswanderungen und Bogenschießen. Mehr Infos dazu auf der Homepage des Touristikzentrums, www.westliches-weserbergland.de/erlebniswelt-steinzeichen. wm

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