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Berufsschüler entwerfen Marketingkonzepte

Für Schaufensterpuppen Berufsschüler entwerfen Marketingkonzepte

Schaufensterpuppen wirken starr, der Blick konzentriert sich auf die Kleidung. Und diese wirkt an einem Körper besser als auf dem Kleiderbügel.

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Die erste Projektgruppe für Polyform und EuroDisplay: Laura Krebe, Filip Stahlhut, Robin Schuh, Marc Waltemathe und Sascha Weidemann vor der neuen dynamischen Radfahrerfigur mit flotter Rennbekleidung, für die sie ein Marketingkonzept entworfen haben.

Quelle: dil

Rinteln. Aber wenn es sich um ein Radfahrertrikot handelt – wann schaut man da schon hin? Wenn es sich um einen muskulösen Körper spannt, der gerade in Action zu sein scheint. Ein Radfahrer – mit Mountainbike oder Rennrad, mit Helm, Spezialschuhen, windschlüpfrigem und atmungsaktivem Hemd und Hose – das könnte die Hingucker im Schaufenster eines Sportgeschäftes sein. Wenn das funktioniert, verkauft der Händler mehr und setzen die Firmen Polyform und EuroDisplay aus Rinteln mehr Puppen ab. Und wer hat das Marketingkonzept erarbeitet: Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS, Kreishandelslehranstalt).

 Die angehenden Industriekaufleute (Oberstufe, 3. Ausbildungsjahr) hatten diesmal Projektaufträge der Firmen Polyform/EuroDisplay Rinteln und Hautau in Kirchhorsten. Initiiert unbegleitet wurden die Projekte von Bettina Kallmeyer. Vermarktung einer Radfahrerfigur für den Sportbereich:

Zwei Gruppen teilen sich die Arbeit

 Zwei Gruppen der Klasse WIK 03A widmeten sich diesem Thema. Polyform ist Marktführer bei Schaufensterpuppen, Eurodisplay bei Verkaufsförderungsartikel. Die Puppen werden inzwischen in China gefertigt, und so richtig sportlich sehen sie nicht aus. Aber das könnte ein neuer Markt sein. Und Radfahren ist derzeit Trendsport. Also was tun?

 Eine Gruppe machte eine Marktanalyse: 70 Prozent ist ihr Aussehen beim Radeln unwichtig, 60 Prozent der Frauen legen aber Wert darauf. Und diese kaufen oft auch noch das Radeldress für den Mann mit. 59 Prozent finden Schaufensterfiguren wichtig, 69 Prozent halten die neuen Puppen für ansprechender als frühere. 66 Prozent kaufen nach dem ersten positiven optischen Eindruck. „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“, so das Fazit.

 Die Werbestrategie umfasste Anschreiben an potenzielle Kunden, Messeauftritte, das Verbreiten von Flyern, das Entwickeln eines stabilen Präsentationssystems und letztlich eine Montageanleitung, denn die 19 Kilo schwere Figur wird in Einzelteilen geliefert, die bekleidet und zusammengebaut werden müssen. Die Schüler empfahlen: „EuroDisplay sollte die Figuren im Frühjahr 2016 herausbringen.“

 Eine zweite Gruppe steuerte ihr Projekt „Der Radfahrer – dynamischer als je zuvor“ bei. Die neuen Biker-Mannequins sollen mehr Dynamik auf die Verkaufsfläche bringen. Für das Aufstellen ohne Glasbodenplatte wurde eine Spezialhalterung entwickelt, in der das Hinterrad fixiert wird, während der Rennradler oder Mountainbiker vorn im Sattel Dynamik versprüht. „Früher wurden solche Figuren auch mal in Kinofilmen als Leiche eingesetzt, Scotland Yard hatte mal welche zu Trainingszwecken geordert“, erzählte diese Gruppe.

 Andreas Vollerthun von der Firma Polyform Kunststofftechnik GmbH Co. KG hatte im Oktober den Auftrag erteilt und freute sich jetzt über das Ergebnis. Als Geschenk an die Gruppenmitglieder hatte er kleine Werbefiguren in Geschenkkartons mitgebracht. Betriebsgesundheitstag für die ganze Familie:

 Henning Wiemann von der Hautau GmbH (330 Mitarbeiter, Produkt Fensterbeschläge) wollte ein Konzept für einen Gesundheitstag in der Firma. Einen Kindertag gab es dort schon mal, 5000 Euro wurden für den Gesundheitstag als Kostenlimit gesetzt. Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter und deren Gesundheitsbewusstsein stärken, das war die Devise. Attraktiv und unterhaltsam für die ganze Familie sollte es sein.

Viele Ideen

 Die Schüler hatten viele Ideen, was geboten werden soll: Rauschbrillenparcours, Infostand zum Thema Rauchen, Infos zum Thema Trinken, Vital-Coaching an einem Medizinstand, Balance-Check, Bewegungsparcours Rücken und Informationen zu den Themen Depression und Burn-out. Als Partner gewannen die Schüler AOK, BKK24 und Barmer GEK, die Berufsgenossenschaft Metall und die Robert-Enke-Stiftung. Mit 4157 Euro, kalkuliert auf 2000 Besucher, samt Essen und Trinken wurde das Budget auch eingehalten. Sogar Hüpfburg, Torwandschießen und die „Kunterbunte Spielekiste“ wurden einbezogen. Vorträge, Trainingsangebote und eine Tombola runden das Programm ab, für das via Flyer geworben würde.

 Wiemann war von der Präsentation angetan: „Da steckt viel Arbeit drin, und es war nicht umsonst: Am 23. April werden wir so einen Gesundheitstag veranstalten. Und wir würden uns fern, dort viele von Euch begrüßen zu können, und wir danken dann auch mit einem Geschenk.“

 Lehrerin Kallmeyer wiederum dankte den Firmen für die Aufträge und appellierte an andere, es ihnen gleich zu tun: „Sprechen Sie uns an, dann sehen wir, wie unsere Schüler Ihre Probleme lösen können.“

dil

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