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Bestellung im Namen der Ex-Freundin

Strafprozess Bestellung im Namen der Ex-Freundin

Mehr als drei Jahre nach mehreren dubiosen Warenbestellungen für insgesamt 850 Euro ist ein Rintelner (24) nun vom Vorwurf des Betruges freigesprochen worden.

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Symbolfoto

Rinteln. Der Mann war angeklagt, binnen fünf Tagen viermal diverse Bekleidungsstücke unter dem Namen seiner Ex-Freundin bestellt zu haben.

Die Waren wurden an die Adresse des Rintelners ausgeliefert und von einer unbekannten Frau angenommen. Bezahlt wurden die Rechnungen aber nicht. Der Firma entstand ein Schaden in Höhe von 850 Euro.

„Es mag ein Verdacht gegen den Angeklagten bestehen. Aber ein Verdacht reicht nicht aus“, begründete Richter Christian Rost den Freispruch.

Ausgeliefert und entgegengenommen an Adresse des Angeklagten

Im Sommer 2013 wurden innerhalb weniger Tage mehrere Jeans, ein Paar Schuhe, vier Sets Bettwäsche, ein Hemd und ein Pullover bei einem Versandhandel unter dem Namen der heute 23 Jahre alten Ex-Freundin des Angeklagten bestellt. Ausgeliefert und entgegengenommen wurden die Artikel an der Rintelner Adresse des Angeklagten. Die 23-Jährige war die frühere Lebensgefährtin des Mannes, die sich aber nach längerer Beziehung bereits 2012 von ihm getrennt hatte. Wegen der dubiosen Bestellungen auf ihren Namen erstattete sie Anzeige. Vor Gericht äußerte die junge Frau, sie habe nichts bestellt, die Jeans würden ihr auch gar nicht passen. Und sie berichtete weiter, dass ihr Ex-Partner schon kurz nach ihrem Auszug eine neue Freundin hatte.

Eine Frau hat die Pakete angenommen

Ermittelt werden konnte der damalige Auslieferungsfahrer der Sendungen. Er gab an, dass ganz sicher eine Frau die Pakete angenommen habe. Aber es werde nicht nachgefragt, ob es sich tatsächlich um die Bestellerin handelt. Es könnte auch eine andere Person gewesen sein. „Wenn die sagt, okay nehme ich, wird das auch abgegeben“, berichtete der Auslieferungsfahrer über die offenbar gängige Praxis.

Vor Gericht wies der Angeklagte die Vorwürfe zurück: „Ich habe die Sachen nicht bestellt“, beteuerte er.  maf

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