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Betrüger geben sich als Kontrolleure aus

Rauchmelder Betrüger geben sich als Kontrolleure aus

Bis zum Jahresende müssen Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein, Vermieter und Hausbesitzer sind in der Pflicht. Und Kriminelle springen auf den Zug auf, geben sich an der Haustür als beauftragte Kontrolleure aus. Die Polizei rät nach einem Fall in Nienburg zur Vorsicht.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln/Nienburg. Kripochef Jörg Stuchlik: „Mir ist gar nicht bekannt, dass da jetzt Kontrollen von Rauchmeldern vorgesehen sind.“

Ein bislang unbekannter Mann versuchte am Dienstag, sich mit einem „Handwerkertrick“ Zutritt in die Wohnung einer 77 Jahre alten Nienburgerin zu verschaffen. „Die Seniorin reagierte vorbildlich. Sie ließ den Fremden nicht rein und fragte bei der Hausverwaltung nach“, lobt Polizeisprecherin Gabriela Mielke.

Gegen 10 Uhr klingelte es an der Haustür der Frau. Ein 40 bis 50 Jahre alter Mann, etwa 1,80 Meter groß, kräftig gebaut und ordentlich – mit Anzug und Jacket – gekleidet, erklärte, die Rauchmelder in der Wohnung überprüfen zu wollen und kündigte zwei Mitarbeiter am Folgetag an. Die 77-Jährige gewährte dem Unbekannten keinen Zutritt und fragte bei dem Vermieter nach, der keine entsprechenden Kontrollen beauftragt hatte. „Wir nehmen diesen Vorfall zum Anlass, erneut zu warnen“, so die Polizeisprecherin, „Lassen Sie niemanden in die Wohnung, den Sie nicht kennen oder bestellt haben. Verhalten Sie sich wie die Nienburgerin und melden Sie solche Trickbetrügerversuche bei der Polizei.“

Stuchlik gibt weitere Tipps: „Die Tür nicht öffnen oder nur mit Kette, Ausweis zeigen lassen und beim vermeintlichen Auftraggeber anrufen. Im Zweifel einen Nachbarn hinzuziehen, denn bei zwei Personen verliert der Täter schnell das Interesse, hat er sich doch in den meisten Fällen bewusst ein älteres Opfer ausgesucht.“ Ein Problem für viele Senioren sei auch, dass beim Zählerstandablesen fremde Personen eingesetzt werden, die auch abends und am Wochenende kommen, wenn die Stadtwerke nicht unterwegs sind. Bei ihm habe am Samstagnachmittag jemand den Zählerstand der Photovoltaikanlage ablesen wollen. Stuchlik: „Aber die Person kannte ich zum Glück persönlich.“ dil

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