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Betrunken gegen Sattelzug gefahren

50-jähriger Rintelner angeklagt Betrunken gegen Sattelzug gefahren

Ein 50-jähriger Rintelner, der zwei Unfälle binnen vier Wochen mit jeweils rund zwei Promille gebaut hatte, muss sich nun wegen einer Reihe von Delikten vor dem Amtsgericht Rinteln verantworten. Es gibt jedoch Hinweise, dass der Mann einen Schlaganfall erlitt. Nun wird seine Schuldfähig geprüft.

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Quelle: dpa

RINTELN. Unter anderem wird dem Mann unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Straßenverkehrsgefährdung und Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

 An einem Abend im September vorigen Jahres krachte es das erste Mal, als der Angeklagte den Parkplatz eines Rintelner Supermarktes verlassen wollte. Ohne im Besitz eines Führerscheins zu sein, dafür aber mit 2,2 Promille im Blut, fuhr er rückwärts aus einer Parklücke. Dabei stieß er gegen einen Mercedes, der in der gegenüberliegenden Parkbucht stand. Schaden: 400 Euro. Der Mann verließ dann einfach die Unfallstelle und machte sich auf den Heimweg. Beim Einbiegen auf sein Grundstück soll er derart zügig unterwegs gewesen sein, dass er einen Nachbarn übersah. Dieser konnte sich nur mit einem Sprung zur Seite retten.

 Vier Wochen später fuhr der heute 50-Jährige mitten in der Nacht auf der A2 und steuerte die Tank- und Rastanlage Auetal an. Wieder war er alkoholisiert (1,8 Promille) und verursachte nach Einschätzung eines Polizisten einen Einparkunfall auf der Anlage: Mit seinem Auto krachte er gegen das Heck eines ordnungsgemäß abgestellten Sattelzuges. Dessen Fahrer schlief gerade in seiner Kabine. Nach Eintreffen der Polizei bat der Angeklagte darum, in psychiatrische Behandlung gebracht zu werden. Von einem Rettungswagen wurde er ins Wunstorfer Krankenhaus eingeliefert. Der Mann hatte zu jener Zeit offenbar gelegentliche Aussetzer, vermutlich auch Krampfanfälle. Er hatte auch keine Ahnung, was er auf der Rastanlage eigentlich wollte. Nach diesem Unfall wurde er untersucht. Es kam der Verdacht auf, dass der Rintelner in jener Nacht einen Schlaganfall erlitten hatte. Zuvor war er auch schon einmal am Kopf operiert worden.

 „Das Problem ist, dass ich schon mein ganzes Leben viel getrunken habe“, sagte der 50-Jährige vor Gericht. Weil nicht auszuschließen ist, dass der Angeklagte tatsächlich einen Schlaganfall erlitten hatte und deshalb womöglich schuldunfähig ist, sollen nun weitere Ermittlungen vorgenommen werden. Richter Christian Rost setzte die Hauptverhandlung aus, das Verfahren beginnt bei Abschluss der Ermittlungen von vorn. maf

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