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Bewährung nach Schlag mit Ouzo-Flasche

Strafprozess Bewährung nach Schlag mit Ouzo-Flasche

Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit seiner langjährigen Bekannten hat ein Rintelner nun eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten mit Bewährung kassiert. Der Mann hatte der Frau in seiner Wohnung eine Ouzo-Flasche auf den Kopf geschlagen und ihr gedroht, sie umzubringen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Rinteln. Bei der Tat erlitt das Opfer eine Platzwunde und diverse Hämatome.

Richter Christian Rost erkannte auf gefährliche Körperverletzung sowie Bedrohung und folgte mit dem Strafmaß dem Antrag von Staatsanwältin Karin Dubben. Diese bezeichnete das Vorgehen als „absolut brutal“, die Frau sei in Todesangst versetzt worden.

Mit Axt und Säge bedroht

An einem Tag im Juni 2013 feierten die beiden den Geburtstag der heute 50-Jährigen nach. Die beiden leerten eine Flasche Ouzo und tranken auch Rotwein. Als die Frau, die wiederholt bei dem 58-jährigen Rintelner lebte, ins Bett wollte, kam es zum Streit. Dabei schlug er ihr die Flasche auf den Kopf, setzte sich mit den Knien auf die am Boden liegende Frau und würgte sie. Zudem soll der Mann ihr eine Axt an die Stirn und eine Säge an den Hals gehalten haben. Bei dem Vorfall drohte er ihr, sie zu töten. „Ich weiß auch schon, wo ich dich verscharre. Dich findet hier keiner“, mit diesen Worten soll er sie gemäß der Anklage in Todesangst versetzt haben. Später gelang dem blutenden Opfer die Flucht. Die Frau lief zu einem Nachbarn und erzählte ihm von der Tat.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Dagegen bestritt der von den Rechtsanwälten Nils-Günther Pengel und Marco Vogt verteidigte Angeklagte die Vorwürfe.

Demnach sei es die 50-jährige Bekannte gewesen, die ausfallend und auch tätlich geworden sei. Es sei zu einem Gerangel gekommen, beide dabei zu Boden gegangen. Dabei sei die Frau mit dem Kopf auf einen Backstein gefallen, er auf eine Kiste. Der Mann lief nach den Geschehnissen in den Wald.

Staatsanwältin Dubben stufte die Aussage der Frau als „absolut glaubhaft“ ein. Auch Richter Rost unterstrich in seiner Urteilsbegründung: „Das hat sich die Zeugin nicht ausgedacht“. maf

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