Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Bier statt Glühwein

Rintelner Weihnachtsmarkt legt Endspurt hin Bier statt Glühwein

Der wärmste Rintelner Adventszauber seit seinem Bestehen – und doch ein großer Erfolg. „Die Leute haben einfach Lust rauszugehen“, stellt Marktmeister Daniel Jakschik fest.

Voriger Artikel
Musikalische Krönung der Festtage
Nächster Artikel
Verschlammte Wege und Barrieren

Der Honigabsatz bei Bernhard Niedermüller ist gut.

Quelle: dil

Rinteln. „Und die meisten Händler sind zufrieden, haben schon für nächstes Jahr gebucht.“ Die kleine Budenstadt ist nun enger zusammengerückt, vier Buden weniger. Weihnachtsdeko gibt es nicht mehr, und an den Getränkeständen ist die Nachfrage gut – aber erstmals mehr nach Bier als nach Glühwein.

 Viele neue Besucher hat Jakschik ausgemacht. Vier kamen gestern aus Spanien. „Bei uns in Andalusien ist es gerade 19 Grad warm, hier zwölf“, staunen Jose Morales, Gabriel Sanchez, Antonio Jimeno und David Sanchez. Sie wollen keine Hitze und trinken nur Bier. Da ist Rinteln genau richtig. „Nächstes Jahr kommen wir vielleicht im T-Shirt“, sagt Jose lachend.

 Viel mehr Gerstensaft als sonst, vor allem Weihnachtsbier vom Fass, verkaufte Beate Schöbel am Stand der „Trennbar“. „Diesmal brauchten wir kein einziges Mal Thermounterwäsche“, freut sie sich. „Bier, Cola, Sprite und Softdrinks waren der Renner“, meint Stephanie Brandes in der Weihnachtspyramide. „Aber viele Stammkunden steuern uns auch wegen des Eierpunsches und Glühweins an“, ergänzt ihre Kollegin Kathy Schilling. „Das hat für viele einfach Tradition.“

 Am Bratwurststand der Fleischerei Rauch ist man ebenfalls zufrieden. „Die Außentemperatur ist bei der Entscheidung für die Wurst nicht relevant“, sagt Friedrich-Wilhelm Rauch. „Hauptsache, es sind viele Leute da, und das hat ja geklappt.“

 Sehr zufrieden blickt auch der 90-jährige Imker Bernhard Niedermüller aus Bösingfeld-Asmissen auf seine letzten zehn Glas Honig: „Die Leute nehmen sich bei den warmen Temperaturen mehr Zeit, sind freundlicher. Der Umsatz ist bei mir jedes Jahr in etwa gleich, und ich komme schon seit 20 Jahren.“ Er habe 14 Bienenvölker, sechs bis sieben Zentner Honig pro Jahr. „Da muss ich verkaufen. Das kann ich nicht alle selbst essen.“ Auch die Bienenwachskerzen seien gut gelaufen. „Nur die gestrickten Sachen von meiner Frau gingen diesmal schlecht.“ Er kommt schon am 31. Januar zum Brennholzmarkt wieder nach Rinteln.

 Manuela Klaasen dreht gerade Zuckerwatte für zwei Kinder, zeigt sich zufrieden: „Was wir verkaufen, hängt nicht von den Temperaturen ab. Selbst heiße Mandeln waren gefragt.“

 Thomas Gieselmann („Unikum“) ist mit dem Erfolg seiner wöchentlich wechselnden Angebote zufrieden, hätte am liebsten auch am zweiten Weihnachtstag geöffnet. „Da gingen viele hier spazieren und waren enttäuscht, dass nichts geöffnet war.“ Da solle man doch für nächstes Jahr noch mal überlegen.

 Am 10. Januar wird beim Stadtmarketingverein Pro Rinteln der Markt ausgewertet und der nächste geplant. Dann fällt der zweite Weihnachtstag übrigens auf einen Montag. „Entweder schon am 23. Dezember schließen oder nach drei Tagen Pause wieder öffnen“, nennt Jakschik die Alternativen.

 Beim Personal der Stände ist man von der Idee nicht erbaut. Constantin Brandt und Mathias Melsa in Rauchs Bratwurststand sind sich einig: „Weihnachten gehört der Familie.“ Das sieht auch Schöbel so: „Die Familie hat uns schon in den vier Wochen vorher vermisst, wo wir immer gearbeitet haben.“

 Schilling hat einen ganz anderen Wunsch: „Für kleine Kinder gibt es ja ein Karussell, aber für diejenigen um dien zehn Jahre gibt es nichts. Diese Kinder haben aber auch keine Lust, bei den Eltern am Glühweinstand stehen und warten zu müssen.“

 Heute geht es noch mal rund: Abschlussparty mit der Rio-Band, 18 bis 22 Uhr. dil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg