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„Bilder wollen gesehen werden“

Rintelnerin stellt in alter Druckerei aus „Bilder wollen gesehen werden“

Zuerst sieht es aus wie ein Kinderspiel: „Platsch“– ein Schwung Wasser landet auf der am Boden liegenden Leinwand. „Watsch“ – dicke Farbkleckse tropfen aus Tuben herab.

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 Britta Kollenda in ihrem Atelier am Kirchplatz: Ab Freitag stellt sie ihre Werke in der alten Druckerei an der Bäckerstraße aus.

Quelle: cok

Rinteln. „Matsch“ – mit Vergnügen verstreicht die Künstlerin die Farben und erhält so den knallbunten Untergrund für ihr nächstes Gemälde.

Dass es ein Rinteln-Bild werden wird, kann man da noch nicht ahnen, wohl aber sieht man, wie sinnlich Britta Kollenda an ihre Malerei herangeht. Und man kann das sogar oftmals bestaunen, einfach als Passant, der neugierig vor den Fenstern ihres kleinen Ateliers am Kirchplatz stehen bleibt und durch die Scheiben lugt. Manchmal klopft jemand ans Fenster – eine Klingel gibt es dort nicht –, und dann kommt es durchaus vor, dass der Eingelassene gleich eines ihrer Bilder kauft. Die Rinteln-Motive sind beliebt, Kollenda hat schon diverse davon gemalt.

Die Palette ihrer Motive und Farbenspiele ist allerdings viel weiter gestreut. Wer sich für ein Gemälde interessiert, darf es auch mal probehalber mitnehmen, um auszuprobieren, ob es an den Wänden der eigenen Wohnung ebenso gut wirkt wie an den Atelierwänden. „Fast immer wird es dann auch wirklich gekauft“, sagt Kollenda. „Aber man dürfte es auf jeden Fall auch zurückbringen oder gegen ein anderes eintauschen.“ Bis vor Kurzem leitete sie noch den Rintelner Standort des Bildungsträgers „Integra“ und entwickelte Eingliederungsprojekte, unter anderem für Langzeitarbeitslose. Jetzt aber macht sie sich mutig als Künstlerin selbstständig.

Zum Einstieg in diese Selbstständigkeit eröffnet sie am Freitagabend eine Ausstellung an der Bäckerstraße 42, in den Räumlichkeiten der ehemaligen Druckerei Bödeker. Die Druckerei, deren Inhaber vor zwei Jahren in den Ruhestand gingen, bietet viel hellen Platz dafür, die oft großflächigen Bilder zu präsentieren und in ihrer Einzigartigkeit zur Wirkung kommen zu lassen. Da kann dann ein blutroter Stier oder der mit wenigen Strichen in seiner Laufbewegung eingefangene Elefant auf den Betrachter zustürmen, ohne sofort den eher bedeckten Landschaftsbildern den Rang abzulaufen. Und auch die kleineren Formate kommen schön zur Geltung.

„Bäckerstraße in Farbe“ – diesem Motto der Ausstellung stimmte auch Familie Bödeker zu, die ja an der Bäckerstraße 61 ihr Sanitär- und Heizungsunternehmen führt und außerdem ihr Geschäft mit allerlei Einrichtungsideen rund um ein angenehmes Badezimmer bestückt. Sie stellt Kollenda die ehemalige Druckerei unter dem Namen „Galerie Alte Druckerei“ zur Verfügung – für mindestens zwei Monate und vielleicht, wenn alles gut läuft, noch auf unbestimmt längere Zeit. „Bilder wollen gesehen werden“, sagt die Künstlerin. „Vielleicht trage ich dazu bei, dass noch mehr Leben in die Bäckerstraße kommt.“

So also lädt sie alle Interessierten zur Vernissage am Freitag, 4. März, ab 18.30 Uhr ein. Es wird Musik geben und natürlich Sekt, damit alle gemeinsam auf die „Bäckerstraße in Farbe“ anstoßen können und auf das gute Gelingen der neuen, freien Künstlerexistenz. Das Atelier am Kirchplatz bleibt bestehen, denn auch dort kann lebendige Farbigkeit ganz und gar nicht schaden.

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