Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Blind-Date-Fahrten ab 2013 neu im Angebot

Rinteln / Bilanz Blind-Date-Fahrten ab 2013 neu im Angebot

Am 31. Oktober ist die Draisinen-Saison zu Ende gegangen. 3878 Fahrten konnte Stadtmanager Willem Schumann in der Zeit von April bis Oktober verzeichnen, ein Wert, mit dem er zufrieden ist: „Ich denke, wir haben die Talsohle durchschritten."

Voriger Artikel
„Können Sie wechseln?“ – Rentner bestohlen
Nächster Artikel
Neue Leiterin beim Abwasserbetrieb

Draisinenfahrten auf der Strecke Rinteln-Bösingfeld sind wieder stärker gefragt – nur nicht von Senioren.

Quelle: tol

Rinteln (jaj). Die Zahl der Fahrten ist seit 2010, als nur 3729 Fahrten verzeichnet wurden, stetig gestiegen. Gründe dafür sieht Willem Schumann unter anderem in den verschiedenen Werbemaßnahmen, die der Stadtmarketingverein „Pro Rinteln“ als Eigentümer der Draisinen gestartet hat. So wurde das Freizeitvergnügen auf der Schiene in Radiospots, auf Messen und Ausstellungen, während des Entdeckertags der Region Hannover und während des „Tages des offenen Denkmals“ in Obernkirchen präsentiert. Außerdem wurde die Möglichkeit der Online-Buchung eingerichtet, eine Elektrodraisine wurde angeschafft – und zwei neue Ausstellungsdraisinen wurden aufgestellt, sodass jetzt gleich drei dieser besonderen Werbeträger in Steinbergen, Bösingfeld und Asmissen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 Der Schwerpunkt der Werbebemühungen habe in der abgelaufenen Saison auf dem Bereich Hannover gelegen. „Und das haben wir auch an den Buchungen erkennen können“, sagt der Stadtmanager. Aus diesem Gebiet hätten die Buchungen deutlich zugenommen. Im kommenden Jahr soll besonders in Westfalen geworben werden. „In den Bereichen Paderborn, Bielefeld und bis zum Ruhrgebiet.“ Dann soll auch der niederländische Internetauftritt fertig sein, den pro Rinteln derzeit gemeinsam mit einem niederländischen Ehepaar, das regelmäßig am Doktorsee Urlaub macht, erarbeitet.

 Der erfolgreichste Monat dieses Jahres war der August, in dem 657 Fahrten gebucht wurden. „Dieser Monat hat uns sehr geholfen“, sagt Schumann. Am meisten Nachfrage gab es insgesamt nach Tagesfahrten, bei denen die Gäste von 9 bis 17 Uhr auf der Strecke bleiben dürfen. Sie wurden 3252 Mal gebucht, 2011 waren es 3159. Mittagsfahrten gab es 159 (2011: 141) und Abendfahrten 467 (2011: 555).

 Kaum Nachfrage gab es hingegen an Mehrgenerationenfahrten, bei denen Schulklassen den Weg nach Bösingfeld radeln und sich dort zu einem gemeinsamen Grillen mit Senioren treffen, bevor die Senioren dann den leicht abschüssigen Rückweg übernehmen. „Vor allem vonseiten der Senioren gab es nur eine geringe Nachfrage“, sagt Schumann. Das Angebot wird daher 2013 eingestellt.

 Dafür wird es in der kommenden Saison gleich mehrere Neuerungen geben. Bei den „Candle-Light-Fahrten“ können Pärchen beispielsweise ausgestattet mit einem Picknickkorb und einer kuscheligen Decke in den Abend fahren. Bei den „Blind-Date-Fahrten“ können Menschen, die sich zuvor nicht kannten, gemeinsam eine Draisine fahren. „Bei diesem Angebot geht es in erster Linie darum, neue Menschen kennenzulernen“, erklärt Schumann. Außerdem wird in der kommenden Saison möglich sein, Kindergeburtstage mit einer Draisinenfahrt zu verbinden – Animationsprogramm und gemeinsames Essen inklusive.

 Auch in diesem Jahr können Draisinenfreunde noch einmal aktiv werden: beim „Wintervergnügen“ am Freitag, 28. Dezember. Dabei werden die Gäste um 10 Uhr mit einer Tasse heißem Kaffee oder Tee und Gebäck am Draisinenbahnhof begrüßt. Die winterliche Fahrt führt dann 14 Kilometer zum Restaurant „Zum Grünen Tal“ in Asmissen, wo eine Stärkung mit Grünkohl und Schinkenbraten wartet. Anschließend geht es auf der Strecke weiter zum „Café Rickbruch“ in Almena, wo sich die Fahrer an einem heißen Bratapfel aufwärmen können. Die Rückkehr in Rinteln ist spätestens für 16 Uhr eingeplant. Die Kosten betragen 20,13 Euro pro Person beziehungsweise 69 Euro für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bis zwölf Jahre. Schumann rät, schon jetzt Plätze zu reservieren, da die Nachfrage erfahrungsgemäß groß ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr