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„Brennerstraßenkinder“: 75 wollen kommen

Rinteln / 8. „Straßenkindertreffen“ „Brennerstraßenkinder“: 75 wollen kommen

Hoch erfreut sind die Organisatoren des 8. „Straßenkindertreffens“ der ehemaligen Bewohner der Brennerstraße. „Die Resonanz ist so groß, dass bis heute schon 75 Anmeldungen vorliegen“, teilt Organisator Friedrich-Wilhelm Hoppe mit.

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Am 16. Juni soll es ein Wiedersehen der „Brennerstraßenkinder“ geben, zunächst im Hof der Schlachterei Lehmeier (rechts).

Quelle: dil

Rinteln (dil). Nachmeldungen sind noch bis zum 15. April möglich bei ihm, Brennerstraße 16a, 31737 Rinteln, Postfach 110130, (05751) 2671, E-Mail ruderfred@web.de.

 Hoppe verrät auch erste Details des Programms: Ab 14 Uhr treffen sich die Teilnehmer, die bis zu 400 Kilometer weit anreisen, im Hof der ehemaligen Schlachterei Lehmeier in der Ostertorstraße zur Begrüßung mit einem Glas Sekt. Mit Bussen geht es anschließend zur Schaumburg. Dort macht das Ehepaar Kipp die Besucher mit der Geschichte des 900 Jahre alten Stammsitzes der Schaumburger Grafen vertraut, bevor es an die große Kaffeetafel in der Burggaststätte geht.

 Die Rückfahrt führt über das Schloss in Bückeburg und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica nach Rinteln. Dort folgt ein geselliger Abend im Hotel „Stadt Kassel“ mit Büfett und Tanz. Hoppe: „Sicherlich werden aber die Gespräche von früher im Vordergrund stehen.“

 Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Brennerstraße die bevölkerungsreichste in der Weserstadt. Außer den Ortsansässigen mussten Hunderte Flüchtlinge in der damals fast nur aus der heutigen Altstadt und dem Hüttenviertel bestehenden Stadt aufgenommen und untergebracht werden. Zusätzlich zu den üblichen Einquartierungen wurde das damalige Hotel ,Georg zu Weimar‘ (Gasthaus Beißner) und ,Althaus Hof‘ (Brennerstraße 38) mit Flüchtlingen vollgestopft.“ Die Integration funktionierte bei den Kindern, schnell wurden Freundschaften zwischen Alt-Rintelnern und Vertriebenen geschlossen. „Wenn auch die damaligen ,Buttcher‘ fast alle Rinteln verlassen haben, so blieb eine gewisse Verbundenheit zur Weserstadt und den alten Freunden immer bestehen“, teilt Hoppe mit.

 1992 wurde zum ersten Treffen der „Ehemaligen“ mit den noch Ansässigen eingeladen. Mehr als 150 „Brennerstraßenkinder“ und ihre Angehörigen kamen. Insgesamt gab es bisher acht Treffen.

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