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Bricht die Mehrheit?

Stadtrat Rinteln Bricht die Mehrheit?

Eine Ära neigt sich ihrem Ende zu. Schon jetzt ist die rot-grüne Mehrheit im Rat der Stadt Rinteln hauchdünn. Zu dünn, wie sich bei der gescheiterten Wahl des Ersten Stadtrates zeigte.

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Heinrich Sasse ist für wechselnde Mehrheiten im Stadtrat.

Quelle: jak

Rinteln. Und die Kommunalwahl im September dürfte die Verhältnisse noch einmal durchrütteln. Der wahrscheinliche Einzug der AfD, das starke WGS-Team, der neue Anlauf der FDP, die bundesweite Schwäche der regierenden Parteien: Alle Zeichen stehen auf Sturm auf die rot-grüne Machtbastion. Diese hatte die vergangenen fünf Jahre selbst ohne Koalitionsvertrag gezeigt, dass sie in den entscheidenden Fragen zusammenhält.

Auf Sachthemen beschränken

Doch wie geht es weiter, wenn aller Zusammenhalt nicht mehr für eine Mehrheit reicht? In der SPD will man zunächst niemanden ausschließen und sich bei der Auswahl auf Sachthemen beschränken. Schon jetzt wurde bei wichtigen Themen die CDU von Anfang an mit einbezogen. Doch dass nach dem Ende von Rot-Grün nun eine Große Koalition das Ruder übernimmt, ist nicht gesetzt.

Denn die CDU möchte lieber mit der WGS, die beiden Oppositionspartner arbeiten seit längerer Zeit eng und gut zusammen. Aber ob es für eine Mehrheit reicht, ist unsicher. Sollte der FDP der Wiedereinstieg als Ein-Mann-Fraktion gelingen, wäre auch sie ein Koalitionspartner für die Christdemokraten.

Wechselnde Mehrheiten

Zudem überraschte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Matthias Wehrung zuletzt mit einem Bekenntnis zur möglichen Liste von Heinz-Josef Weich, dem ehemaligen Kreisvorsitzenden der Linken, der schon bei der Bürgermeisterwahl den CDU-Kandidaten unterstützte. Also eine Koalition von links nach rechts gegen Rot-Grün? Heinrich Sasse von der WGS möchte am liebsten einen anderen Weg gehen: Seiner Meinung nach sollten nicht feste Partner, sondern wechselnde Mehrheiten im Stadtrat herrschen. Darin stimmt er mit Christoph Ochs von den Grünen überein. Koalitionen will Ochs ebenfalls nicht tragen, lieber in der Sache kooperieren.

Letztlich werden nicht nur Themen, sondern auch Köpfe diese Entscheidung prägen. Denn wichtig ist: Wer kann mit wem, und wer mit wem nicht?  jak

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