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Bürger in Planung einbeziehen

Einblick in die Stadtentwicklung Bürger in Planung einbeziehen

Einen aufschlussreichen Einblick in die Stadtentwicklung und besonders in die Denkmalpflege unserer Nachbarstadt Lemgo haben die Mitglieder und Gäste des Arbeitskreises Denkmalschutz Rinteln (AKD) durch einen Vortrag des ehemaligen Leiters des Lemgoer Bauamtes, Ingenieur Helmut Strüßmann, erhalten.

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Quelle: pr.

Rinteln. Er stellte Bild- und Datenmaterial vor, das die Entwicklung der Kernstadt Lemgos während der vergangenen Jahrzehnte verdeutlicht. 34 Jahre war Strüßmann im Bauamt entscheidend an dieser Entwicklung beteiligt.

„Als Leitmotiv der Stadtentwicklungspolitik nannte Strüßmann einerseits die Bewahrung der historischen Bausubstanz und damit des Denkmalwertes von Lemgo und andererseits die Modernisierung der Stadt durch qualitätsvolle Neubauten sowie den Schutz der Einwohner der Innenstadt vor Verkehr“, teilt der Arbeitskreis mit. „Gleichzeitig, so hob er hervor, wurden Maßnahmen zur Sicherung des Einzelhandels in der Innenstadt ergriffen. Diese Leitgedanken – Bewahrung und Erneuerung – stellen weiterhin den Kern des Stadtentwicklungskonzepts von Lemgo dar.“

In allen Phasen der Planung und Umsetzung sei das Konzept von Rat, Verwaltung und Einwohnerschaft begleitet, erfuhr der Arbeitskreis. Es sei der „Lange Tisch“ ins Leben gerufen geworden, ein Forum, in dem gemeinsam an der Fortentwicklung und Verbesserung der Wohn- und Arbeitssituation in Lemgos Kernstadt gearbeitet worden sei. In Rinteln soll unter dem Motto „Rinteln 2030“ eine vergleichbare Plattform geschaffen wird.

In Lemgo war einer der ersten Schritte die Erhebung von Daten zum Gebäudebestand und zur Gebäudenutzung, wobei schon in der Vorphase die „Sorgenkinder“ besondere Aufmerksamkeit erhielten. „Hier sind Leerstände von Läden und Häusern sowie Wohnungen, der Pflegezustand der Fassaden und der Häuser sowie die Verkehrsbelastung in Wohnzonen und die Defizite in der vorhandenen Einzelhandelsinfrastruktur gemeint“, teilt der Arbeitskreis mit.

Strüßmann hob hervor, dass zum Erhalt der Funktionen der Kernstadt außer dem Wohnen mit den Komfortansprüchen des 21. Jahrhunderts auch der Einzelhandel eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung spiele.

In diesem Zusammenhang wies Strüßmann auch auf die Fehlentwicklungen und Defizite in der Stadtplanung und der Sicherung der historischen Bauten hin. Eine einst so hoch gelobte Einkaufspassage in der Neustadt sei zur Investitionsruine verkommen, stehe inzwischen leer und liege wie Klotz vor der Weiterentwicklung dieses Wohn- und Geschäftsquartiers. Außerdem: Der Autoverkehr auf der viel befahrenen Durchgangsstraße nach Detmold fließe durch Wohngebiete und mindere die Lebensqualität der Bewohner.

"Vor einer Einkaufspassage ist Rinteln zwar verschont worden, doch die Verkehrssituation im Kernstadtbereich ist in einigen Bereichen ebenfalls äußerst unbefriedigend“, meint der Arbeitskreis. So nahmen die Mitglieder des AKD viele Anregungen aus dieser Veranstaltung mit, die als Impulse in die Treffen zum Entwicklungskonzept „Rinteln 2030“ einfließen können. Da in Rinteln bereits etliche Gutachten von externen Sachverständigen zur Strukturverbesserung der Kernstadt vorliegen, sei es jetzt an der Zeit, die Bürger in die Überlegungen zur Zukunft unserer Stadt einzubeziehen. r

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