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Burghof-Klinik Rinteln ausgezeichnet

Qualitätssiegel des "Focus" Burghof-Klinik Rinteln ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge ist die Burghof-Klinik in Rinteln vom Magazin „Focus“ mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. Die Klinik hat zwei Urkunden bekommen: als „Top-Krankenhaus 2017“ in Niedersachsen und deutschlandweit. Die Klinikliste gilt als Deutschlands größter Krankenhausvergleich.

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Detlef Dietrich (links) und Verwaltungsleiter Georg Schmidt von der Burghofklinik präsentieren stolz das Qualitätssiegel.

Quelle: wm

Rinteln. Dazu hat das Magazin die Daten von 1173 Krankenhäusern mit ihren 3248 Fachabteilungen ausgewertet. Die Burghof-Klinik wird als Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie geführt, in der Erkrankungen wie Depression und Angststörungen und behandelt werden.

Die Auszeichnung beruht auf Recherchen von Munich Inquire Media. Fallzahlen wurden zugrunde gelegt und Fragebögen verschickt. Dann sind die Einschätzungen anderer Mediziner ausgewertet worden. Die Rechercheure haben zudem eine Patientenumfrage der Techniker-Krankenkasse und Patientenbewertungen gesichtet. Letztere findet man im Internet auf den diversen Selbsthilfeforen und unter klinikbewertungen.de, wo derzeit rund 140 Bewertungen von Patienten der Burghof-Klinik dokumentiert sind.

Bestätigung der guten Arbeit

Dass die Burghof-Klinik zum zweiten Mal hintereinander eine Top-Bewertung bekommen hat, sieht Professor Dr. Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor der Burghof-Klinik, als Bestätigung für die „langjährige gute Arbeit im Haus.“ Seit 2008 ist die Burghof-Klinik in die psychiatrische Pflichtversorgung eingebunden, zuständig für die Region und nimmt in akuten Fällen Patienten in der geschützten Psychiatrie am Krankenhaus in der Nordstadt auf.

Die häufigste Erkrankung, mit den höchsten Fallzahlen, die in der Burghof-Klinik in der Ritterstraße behandelt werden sei die Depression, schildert Dietrich. Der Professor gilt als Spezialist auf diesem Gebiet.

Dietrich ist Repräsentant der European Depression Assocation für Deutschland, organisiert seit zwölf Jahren den Europäischen Depressionstag, auf dem sich Fachkollegen austauschen und die Öffentlichkeit informieren. In Hannover hat er gemeinsam mit Professor Dr. Petra Garlipp das Bündnis gegen Depression ins Leben gerufen und geleitet. Zusammen mit Dr. Marco Wrenger, der die Psychosomatische Abteilung leitet, sind sie inzwischen ärztlich für die Burghof-Klinik verantwortlich.

Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser

Dietrich sagt: Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt bei 15 bis 20 Prozent und kann jeden treffen. Er betont, je früher die Diagnose gestellt wird, und desto früher die Behandlung einsetze, desto besser seien die Chancen, geheilt zu werden. Depression sei gut behandelbar, man müsse nur manchmal etwas Geduld haben.

Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten habe man große Fortschritte mit neuen Therapieverfahren erzielt. Das lässt sich auch aus der Statistik ablesen: Die Suizidrate aufgrund einer Depression hat sich praktisch halbiert.

Dietrich, der hier auch in der Forschung tätig ist, schildert, die Depression könne viele verschiedene Ursachen haben und unterschiedliche Symptome ausbilden. Eine Depression verlaufe in der Jugend beispielsweise anders als im Alter: „Man muss individuell schauen, wo sie ihren Ursprung hat und entsprechend behandeln“. Hier komme die Stärke der Burghof-Klinik gegenüber anderen vergleichbaren Krankenhäusern ins Spiel: Die individuelle Therapie, die psychotherapeutisch geprägt ist mit speziellen Therapeuten und einer großen Palette von therapeutischen Ansätzen.

Ländliche Idylle

Dass die „Burg“, in der die von Wrenger geleitete Psychosomatik verortet ist, von ihrer Atmosphäre mitten in der Stadt eher als „Hotel“ denn als Krankenhaus empfunden wird, spiele ebenfalls eine Rolle, wie das „Berghaus“ mit seiner ländlichen Idylle. Auch die Institutsambulanz und Tagesklinik im Blumenwall als „intensivster Form einer ambulanten Behandlung“ und die Tagesklinik in Stadthagen im Park würden von Patienten durch das angenehme Umfeld geschätzt. wm

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