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Buswartehäuschen: Lieber mit Glas als in Beton

Rinteln / Planung Buswartehäuschen: Lieber mit Glas als in Beton

Wer auf einen Bus wartet, soll vor Wind, Regen und Schnee geschützt werden. Das ist der Sinn von Buswartehäuschen. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde darüber diskutiert, wo neue aufgestellt, beziehungsweise Vorhandene ausgetauscht werden sollten.

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Transparent und offen ist das Buswartehäuschen am Kollegienplatz: Das sichert eine gewisse soziale Kontrolle, sagt die Verwaltung und plädiert deshalb auch bei neuen Buswartehäuschen für Glas statt Beton.

Quelle: wm

Rinteln (wm). Handlungsbedarf sieht hier die WGS, einen entsprechenden Antrag hatte Gert Armin Neuhäuser gestellt.

 Im Ausschuss ging es dann weniger um mögliche neue Standorte, als die Frage, welche Bushäuschen es denn sein sollen. Im ganzen Stadtgebiet gibt es nämlich verschiedene Typen: Betonbunker, gut geeignet für Graffiti und nächtliche Trinkgelage, weshalb Bauamtschef Reinhold Koch sich für Bushäuschen aus Glas und Stahl einsetzt. Diese garantieren nämlich, so Koch, eine gewisse soziale Kontrolle: Man sieht, was die Menschen darin so treiben. Schon beim Vorbeifahren kann die Polizei sehen, ob in dem Häuschen jemand übernachtet oder nicht. Einwand der GVS, die sich um die Unterstellplätze für den öffentlichen Nahverkehr kümmern muss: Glas- oder die Kunststoffhäuschen brauchen viel Pflegeaufwand.

 Dann sind im Rahmen der Dorferneuerung schicke Bushäuschen in Fachwerkkonstruktion gebaut worden, eine großzügige EU-Förderung machte das möglich. Das Problem hier: sehr teuer.

 So einigte man sich im Ausschuss auf einen Kompromiss: Glasflächen an den Seitenwänden, aber nicht mit einem Glas-, sondern mit einem konventionellen Dach.

 Wo im nächsten Jahr neue Wartehallen aufgestellt werden sollen, hatte die Verwaltung aufgelistet: in Deckbergen an der Kleinenwiedener Straße, in Westendorf an der Ulanenstraße, in Rinteln an der Steinberger Straße und in Engern in Höhe des „Lindenkruges“.

 Eine Einzelhaltestelle kostet je nach Lage, wenn zum Beispiel Grunderwerb notwendig ist, bis zu 35000 Euro. Für Bauunterhaltung und Bewirtschaftung aller Bushäuschen rechnet die Stadt mit einem Etat um die 20000 Euro.

 Nach dem ÖPNV-Konjunkturförderprogramm des Landes gibt es bis zum Jahr 2014 für neue Haltestellen Geld. Auch der Landkreis gewährt einen Zuschuss. Zusammen summiert sich das auf rund 90 Prozent der Kosten. Die Verwaltung will zudem bei den Verkehrsträgern nachzufragen, wie weit welche Haltestellen frequentiert werden. Warten am Tag nur zwei Fahrgäste auf den Bus, haben die vermutlich auch einen Regenschirm dabei. Dort ein Bushäuschen zu aufzustellen, wäre ein unverhältnismäßiger hoher Aufwand.

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