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Carsharing in Rinteln?

Antrag der Grünen Carsharing in Rinteln?

Dass Carsharing-Autos regelrechte Bakterienschleudern seien, hat unlängst eine bekannte Boulevardzeitung berichtet. Bis zu zehn unterschiedliche Fahrer pro Auto am Tag hinterlassen eben ihre Spuren.

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In Großstädten ist Carsharing ein Erfolg. Aber funktioniert das Modell auch auf dem Land?

Quelle: dpa

Rinteln. Unter den Argumenten, die die Wählergemeinschaft Schaumburg (WGS) in der jüngsten Ratssitzung gegen den Antrag der Grünen-Fraktion, in Rinteln die Einführung von Carsharing zu prüfen, vorbrachte, fand sich diese Begründung allerdings nicht.

 „Ich bin irritiert“, sagte Gert Armin Neuhäuser, der WGS-Fraktionsvorsitzende, angesichts des Grünen-Antrags. Sowohl aufgrund ihrer Topografie als auch wegen ihrer vielen Ortsteile sei Rinteln als Stadt für Carsharing „ungeeignet“. Außerdem sei Rinteln „zu klein“, daher könne wohl kaum ausreichend Bedarf an Carsharing bestehen. Ganz davon abgesehen sehe Neuhäuser in einem Modell wie Carsharing „keine kommunale Aufgabe“.

 Dagegen sieht Christoph Ochs von den Rintelner Grünen gerade bei der Stadt Potenzial. Die städtischen Dienstfahrzeuge würden oft nur wenige Stunden und unter der Woche genutzt, danach stünden sie ungenutzt auf dem Hof. Zeit, in der die Autos von Rintelner Bürgern zum Einkaufen oder für den Wochenendausflug genutzt werden könnten, so Ochs in der Begründung des Antrags. In der Konsequenz könnte auf einen Zweitwagen verzichtet werden – ein Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig fielen für den Bürger Reifenwechsel, Reparaturen und Unterhaltungskosten weg. Und dem Bürger stünden verschiedene Fahrzeugmodelle zur Auswahl, je nach Anlass, für den Einkauf oder den Umzug. Ein Punkt, den Ursula Helmhold, Vorsitzende der Grünenfraktion, in der Ratssitzung noch einmal hervorhob.

 Astrid Teigeler-Tegtmeier, Vorsitzende der SPD-Fraktion, befand den Antrag für gut, insbesondere „für Leute ohne eigenes Auto“. Auch die CDU-Fraktion begrüßte den Antrag der Grünen grundsätzlich. 2011 hatten die Grünen schon einmal einen Anlauf für Carsharing in Rinteln unternommen. Passiert ist seitdem nichts. Erweitert haben die Grünen ihr Ansinnen nun um die Einbindung der Fahrzeuge der Kommune. An diesem Tag errang die Grünen-Fraktion schon mal einen Teilsieg. Die Mehrheit des Stadtrats stimmte für den Beschlussvorschlag, die Einführung in Rinteln Carsharing zu prüfen. Allerdings ließ es sich Heinrich Sasse (WGS) zuvor nicht nehmen, was denn allein die Prüfung eines solchen Antrages kosten würde. Eine Frage, die Bürgermeister Thomas Priemer zwar nicht aus dem Stegreif beantworten konnte. An dem Abstimmungsergebnis änderte dies allerdings nichts mehr. pk

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