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„Chance, wenn wir zusammenstehen“

Ausbau des Güterverkehrs „Chance, wenn wir zusammenstehen“

In den Sitzreihen des Brückentorsaals sind am gestrigen Abend nur wenige Plätze frei geblieben. Die Sorgen im Weserbergland sind groß, dass in Zukunft reihenweise Güterzüge durch Städte, Dörfer und die Landschaft donnern.

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Die Sitzreihen im Brückentorsaal sind gefüllt, das Interesse an den Güterbahn-Plänen des Bundesverkehrsministeriums ist nicht nur in Rinteln groß.

Quelle: tol

Rinteln. Dementsprechend groß war auch das Interesse am aktuellen Stand zum möglichen Ausbau des Güterbahnverkehrs. Die Bürgerinitiative Transit Weserbergland hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Deren Sprecher Diethard Seemann machte deutlich, um was es geht im Weserbergland: „Wir haben eine Chance, wenn wir zusammenstehen.“

 Die Pläne des Bundesverkehrsministeriums, die sogenannte Südroute, die quer durch Rinteln und das Weserbergland führen soll, als ernsthafte Variante des Schienenausbaus in Erwägung zu ziehen, zog denn nicht nur Rintelner in den Brückentorsaal, sondern auch Menschen aus vielen anderen Städten und Gemeinden des Weserberglands. Ein Stück „Solidarität“ sei das, wie es Seemann formulierte.

 Rund 13000 Unterschriften hätte die Initiative bislang gesammelt. Im Sommer will die Bürgerinitiative sie in Berlin dem Bundesverkehrsministerium übergeben – bis dahin sollen noch viele weitere Unterschriftenlisten gefüllt sein.

 Der Deutsche Bundestag will noch in diesem Jahr entscheiden, welche Strecken in den Bundesverkehrswegeplan mit „vordringlichem“ Ausbaubedarf aufgenommen werden. Ob es die Südroute durchs Weserbergland, die Nordroute über Minden und Wunstorf oder eine gänzlich andere Trasse sein wird, das ist noch völlig offen.

 Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer sprach gestern Abend davon, dass „eine konkrete Angst durchs Weserbergland“ geht. Wenn die Südroute erst einmal im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen sei, „müssen wir unser Recht vor Gericht erkämpfen“, sagte er. „Und da sind die Bürger oft Verlierer.“ Deshalb gelte es, frühzeitig ein Signal nach Berlin zu senden: „Hände weg vom Weserbergland.“

 Womit die Bürgerinitiative rechnet, wenn der Güterbahnverkehr kommt, und welche Aussichten bestehen, dass das Weserbergland verschont bleibt – darüber lesen Sie ausführlich in unserer morgigen Ausgabe.  ll

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