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Damit man ruhig weiterschlafen kann

Straßenbeleuchtung ist Thema Damit man ruhig weiterschlafen kann

Der Behindertenbeirat der Stadt Rinteln hat die im Rat vertretenen Parteien zu ihrer Auffassung hinsichtlich einiger Themen befragt, die ihm besonders wichtig für das Leben mit Behinderung in der Weserstadt erschienen. Vertreter der Parteien haben diese Fragen beantwortet.

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Licht an oder Licht aus, das ist hier die Frage.Der Behindertenbeirat der Stadt Rinteln ist dafür, die Straßenbeleuchtung nachts brennen zu lassen. Unser Bild zeigt die Hildburgstraße in Möllenbeck.

Quelle: tol

Rinteln. Unsere Zeitung druckt das Ergebnis gekürzt in loser Reihenfolge ab.„Für viele Menschen bedeutet Licht, sich sicher und wohl zu fühlen“, sagt Manfred Pollmann vom Rintelner Behindertenbeirat.

Das gelte nicht nur für die späte Heimkehr nach Veranstaltungen. Auch zu Hause reiche bei ungewohnten Straßengeräuschen oftmals ein Blick aus dem Fenster, um sich zu überzeugen, dass wirklich alles in Ordnung ist und man ruhig weiterschlafen kann – immer vorausgesetzt, es gibt eine intakte Straßenbeleuchtung. „Das hat auch überhaupt nichts damit zu tun, ob in Rinteln Flüchtlinge leben oder nicht“, so Pollmann.

Nächtliche Beleuchtung hat sich bewährt

Der Stadtrat hat aber entschieden, dass er selbst nichts entscheiden, sondern die Frage der Beleuchtung den Ortsräten überlassen möchte. Der Behindertenbeirat ist der Auffassung, dass sich die nächtliche Beleuchtung bewährt hat, und möchte daran festhalten. „Moderne stromsparende Lichttechnik lässt das auch wirtschaftlich zu. Welche Position werden Sie hierzu in der kommenden Wahlperiode vertreten?“

CDU, Friedrich-Wilhelm Rauch: „Die CDU hat eine klare Position zur nächtlichen Straßenbeleuchtung: Licht an! Zumal die aktuellen Zahlen bezüglich des Stromverbrauchs zeigen, dass durch den sukzessiven Austausch der alten Leuchtmittel auf energiesparende Technik das Kostenargument nicht mehr stichhaltig ist.“

SPD, Astrid Teigeler-Tegtmeier: „Die SPD Rinteln hat im Rahmen des Bezugs der Prince Rupert School durch eine große Zahl von Flüchtlingen den Antrag gestellt, dass das Licht nicht nur in Rinteln, sondern auch in den Ortsteilen eingeschaltet wird. Mit diesem Antrag haben wir das Sicherheitsbedürfnis der Rintelner Bevölkerung insgesamt in den Fokus genommen. Mittlerweile gibt es allerdings in unseren Ortsteilen Stimmen, die die Beleuchtung nachts wieder abschalten wollen. Wir unterstützen deshalb den in der letzten Ratssitzung gefassten Beschluss, die Bevölkerung in der Stadt und auf den Dörfern diesbezüglich zu befragen.“

WGS, Gert Armin Neuhäuser: „Dass der Stadtrat überhaupt die von SPD und Grünen abgeschaltete nächtliche Straßenbeleuchtung wieder ermöglicht hat, liegt einzig und allein an einem gemeinsamen Antrag von CDU und WGS. Diese Forderung hatten beide Gruppierungen im Übrigen die letzten sieben Jahre bereits durchgehend formuliert. Erst unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise sind SPD und Grüne hier wieder eingeknickt und versuchen nun, über eine Art ‚Bestechung der Ortsteile’ ihr ideologisches Ziel wenigstens in einigen Ortschaften wieder durchzusetzen.

Nächtliche Straßenbeleuchtung bedeutet Sicherheit; nicht umsonst spricht man auch von ‚lichtscheuem Gesindel’. Die WGS hält an der nächtlichen Beleuchtung fest. In Rinteln wird so unendlich viel Geld verschwendet, daher hält die WGS auch das finanzielle Argument für unredlich. Mit uns wird es kein erneutes Abschalten der Straßenbeleuchtung geben.“

Grüne, Christoph Ochs: „Wie sie wissen, stammt der Antrag, die Verantwortung an die Ortsräte zu übergeben, von uns Grünen. Wir sprechen uns eindeutig dafür aus, die Beleuchtung nach Mitternacht auszuschalten (ausgenommen hiervon sind Tage großer Feiern wie die Silvesternacht).

Die Begründung für unsere Haltung beruht auf rein logischen Überlegungen:

1. Es gibt keinen statistischen Zusammenhang zwischen einer Straßenbeleuchtung in der Nacht und der Kriminalität in der Stadt. Wohnungseinbrüche erfolgen in der Regel tagsüber, wenn die Einbrecher glauben, dass niemand zu Hause sei.

2. Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Straßenbeleuchtung und rund 50000 Euro, die die Stadt einsparen oder den Verbänden und Vereinen in der Stadt geben kann, wenn die Beleuchtung nach Mitternacht abgeschaltet wird. Das ist eine Menge Geld. Zudem wird durch den verringerten Energiebedarf die Umwelt geschont.“

FDP, Heiner Schülke: „Wir stimmen Ihnen ohne Einschränkungen zu, dass die Straßenbeleuchtung in der Stadt und in allen Ortsteilen nachts aufrechterhalten bleiben muss. Die Entscheidung, dies in die Ortsteile zu delegieren, halten wir für falsch. Denn Sicherheit ist ein Grundrecht. Zum Gefühl von Sicherheit trägt die Straßenbeleuchtung bei. Wir stimmen Ihnen auch darin zu, dass es bei den heutigen, modernen Leuchtmitteln keine Kostenfrage sein kann, hierfür Sicherheit zu opfern.“

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