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Familienpatenprojekt Rinteln Das Erfolgsmodell

Das Familienpatenprojekt ist ein Erfolgsmodell. Derzeit werden 70 Kinder in 32 Familien durch wöchentliche Besuche von Familienpaten betreut.

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Albert Schäffer.

Rinteln. Mehr als 240 Kinder in 125 Familien aus Rinteln und Umgebung haben bisher von diesem ehrenamtlichen Engagement profitiert.

 Aktuell gibt es 32 Familienpatinnen und acht Familienpaten aus sechs verschiedenen Herkunftsländern, von denen 29 derzeit im Einsatz sind. Albrecht Schäffer vom Kinderschutzbund ist als Koordinator für dieses Projekt verantwortlich.

 Das Familienpatenprojekt wurde im September 2008 gestartet. Zielgruppe sind überlastete Alleinerziehende und Elternpaare mit kleinen Kindern, die vor Ort keine unterstützenden Verwandten oder Freunde haben, überlastete Familien sowie Flüchtlinge mit kleinen Kindern.

 Wenn Eltern unter Druck stehen, ist das Wohl ihrer Kinder in Gefahr. Unter dem Leitgedanken „Eltern stützen – Kinder schützen“ soll durch eine frühzeitige Begleitung und Entlastung überlasteter Eltern die Situation in den Familien beruhigt und die empfundene Belastung verringert werden. Dadurch soll vermieden werden, dass Eltern aus Überlastung die Bedürfnisse ihrer Kinder aus dem Blick verlieren oder sie ihren Stress gewaltsam an den Kindern auslassen. Außerdem sollen Eltern frühzeitig an Beratungs- und Hilfsangebote vor Ort herangeführt werden.

 Die Kinder in den begleiteten Familien sollen eine stabile, verlässliche und einfühlsame Bezugsperson außerhalb der Familie erhalten, die sie stärkt und in ihrer Entwicklung unterstützt. Die Familienpaten besuchen die Familien wöchentlich. Angedacht ist eine Dauer von zwei bis vier Stunden. Sie begleiten die Familien über einen Zeitraum von sechs bis 24 Monaten.

 Unterstützt durch die „Stiftung für Rinteln“ und in Absprache mit Sozialarbeitern der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehen mehrere Familienpaten aktuell in drei Flüchtlingsfamilien aus Albanien, dem Kosovo und aus Pakistan. Darüber hinaus kümmert sich eine Patin intensiv um Flüchtlinge, die bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten Begleitung brauchen, darunter zuletzt sechs Schwangere.

 Der Jahresetat für das Familienpatenprojekt beläuft sich auf 60000 Euro. Die Gelder kommen vom Landkreis (45 Prozent), vom Land Niedersachsen (25), von wechselnden Stiftungen (15) sowie aus Spenden und Eigenmitteln des Kinderschutzbundes (15). Die Stadt stellt dem Kinderschutzbund das Gebäude in der Klosterstraße zur Verfügung.

 Weil einige Familien seit Längerem auf die Unterstützung von Familienpaten warten, und weil der Bedarf durch neu ankommende Flüchtlingsfamilien weiter zunimmt, ist der Kinderschutzbund auf der Suche nach neuen Paten. „Gut gebrauchen können wir Frauen und Männer mit Herz und Zeit für Kinder“, so Schäffer. „Gern gesehen sind auch Menschen aus anderen Kulturen, die mit ihren Sprachkenntnissen und ihrer Lebenserfahrung eine gute Stütze und Orientierung für Zuwanderer und Flüchtlingsfamilien sein können. Spezielle Vorkenntnisse sind für die kostenlose Schulung nicht erforderlich“, erklärt Schäffer.

 Allen Interessierten bietet Schäffer vor Beginn der Schulungsreihe ein ausführliches Gespräch an. Albrecht Schäffer ist unter der Telefonnummer (05751) 965218 beim Kinderschutzbund zu erreichen. Die nächste Schulungsreihe beginnt am Samstag, 7. November. peb

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