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Dauerbeleuchtung auf den Dörfern?

Besser mal die Bürger fragen Dauerbeleuchtung auf den Dörfern?

Soll auf den Dörfern die ganze Nacht das Licht der Straßenlaternen brennen oder um Mitternacht ausgeschaltet werden? Das war die Frage, die vor Beginn der Sommerferien die Ortsräte beschäftigt hat.

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Noch brennt nachts das Licht in Möllenbeck – hier die Straße In der Neustadt. Aber wie lange noch?

Quelle: tol

Rinteln. Der Rintelner Rat hatte nämlich die Grundsatzentscheidung „Licht an oder aus?“ einfach weiter an die Ortsräte delegiert. Mit der Maßgabe, das könnte jeder Ortsteil für sich entscheiden.

 Es geht auch ums Geld. Denn nach einer Hochrechnung der Stadtwerke könnte man durch das ausgeschaltete Licht der Straßenlaternen rund 47800 Euro einsparen. Geld, dass man den Ortsteilen zur Verfügung stellen könnte. Das war zuerst die Idee des Ortsrates Krankenhagen-Volksen, alle anderen schlossen sich diesem Begehren an.

 Doch so ganz mochte man bei den Stadtwerken dem Ansinnen nicht folgen. Es würden schließlich mit der Beleuchtung in den Ortsteilen, unabhängig davon wie lange das Licht brennt, weitere Kosten für Leuchtmittel und Unterhaltung entstehen. Vorschlag des Rates: Geteilt wird fifty-fifty. Eine Hälfte bleibt bei den Stadtwerken, die andere Hälfte der möglichen Einsparung geht an die Ortsteile.

 

 Rintelner Ortsrat würdeden Löwenanteil erhalten

 Dann haben die Stadtwerke konkret gerechnet – mit folgendem Ergebnis: Der Ortsrat Rinteln würde den Löwenanteil erhalten, nämlich 12500 Euro im Jahr. Dann folgen Deckbergen, Schaumburg, Westendorf mit 1900 Euro, Krankenhagen, Volksen mit 1700 Euro, Exten und Steinbergen mit je 1400 Euro, Friedrichswald, Goldbeck, Uchtdorf und Wennenkamp mit 1300 Euro, Hohenrode und Strücken mit 1100 Euro, Ahe, Engern und Kohlenstädt mit 1000 Euro, Möllenbeck mit 900 Euro sowie Todenmann mit 700 Euro.

 Der erste Ortsrat, bei dem das Thema Verteilung dann konkret auf der Tagesordnung stand, war der Möllenbecker. Womit sich noch vor der Frage, wie man das Geld verteilt, als Erstes folgendes Problem stellte: „Kann der Ortsrat überhaupt darüber entscheiden, ob es ab Mitternacht im Dorf stockduster wird? Oder ist das eine Entscheidung, zu der die Bürger gefragt werden müssen?“, wie Ortsbürgermeister Reinhold Kölling seinen Ortsratskollegen klar machte.

 Es gab Stimmen für „Licht aus“ („Jeder hat doch heute einen Bewegungsmelder am Haus“), Stimmen für „Das Licht bleibt an“ („Es geht doch um die gefühlte Sicherheit“), und dann meldeten sich noch die Pragmatiker zu Wort: „Wo ist das Problem? Bei Festlichkeiten im Dorf brennen die Lampen doch sowieso die Nacht durch.“

  Die Einwohner sollen entscheiden

 Am Ende einigte man sich im Ortsrat darauf, dass die Möllenbecker selbst entscheiden sollen, ganz demokratisch. Nach den Sommerferien soll die Jugendfeuerwehr Zettel in alle Briefkästen des Klosterdorfes stecken. Darauf wird die simple Frage stehen: „Licht aus – oder bleibt es an?“ Kölling versprach: „Dafür gibt es auch einen Obolus für die Kasse der Jugendfeuerwehr.“

 Jetzt sind die anderen Ortsräte am Zuge. Genau genommen die im September neu gewählten Gremien in den Dörfern. Sollten die sich der Möllenbecker Idee anschließen und ebenfalls ihre Mitbürger befragen wollen, wird es noch dauern, bis eine Entscheidung aus allen Dörfern vorliegt. Das macht aber nichts: Bis es Winter und damit früh dunkel wird, ist ja noch ein bisschen Zeit.wm

Von Hans Weimann

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