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Dem Leib etwas Gutes bieten

Rinteln/Auetal / "Ferienspaß" Dem Leib etwas Gutes bieten

„Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu leben“, so lautet ein Sinnspruch Winston Churchills.

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Das schmeckt der ganzen Familie – und ist gesund.

Quelle: kht

Rinteln/Auetal. Von Karl-Heinz Thenhart. Ganz in diesem Sinne waren im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ferienspaß Auetal“ sechs Kinder eingeladen, um sich ein leckeres und gesundes Essen zu kochen. Als in die Materie unterweisende Gastgeber fungierten hierbei Sabine und Martin Sondermann, Naturheilpraktiker und Ernährungsberater, die seit vier Jahren an der Walter-Maack-Straße in Rinteln eine eigene Praxis betreiben.

 Durch Anregung von Freunden aus Hannover gedieh vor zwei Jahren die Idee, Bioprodukte von heimischen Gemüse- und Obstbauern frisch geerntet von Feld und Baum direkt an die Haustür der Verbraucher zu liefern – die „Mobile Biokiste“ entstand. Das Angebot wurde ständig erweitert; längst werden auch Brot, Fleisch, Eier und Käse in die leuchtend grünen Kisten gepackt und wöchentlich oder zweiwöchentlich zu den Abonnenten vor die Haustüre und an den Arbeitsplatz gebracht.

 Ebenfalls seit nunmehr vier Jahren organisieren Anke und Thomas Schmidt aus Rehren gemeinsam mit der Auetaler Jugendpflegerin Anne Matthias den sich über den gesamten Sommer spannenden „Ferienspaß Auetal“, dessen Kalender mit unterschiedlichsten Aktivitäten gespickt ist. Kino, Kunst und Kultur, Sport, Spaß und Spannung, Technik und Tiere – alles dabei. Kochkurse haben Hochkonjunktur, zumal des Konsumenten Bewusstsein für gesunde Ernährung geweckt ist. Kindern damit vertraut zu machen, ist eine wichtige, aber schwierige Aufgabe, mögen’s die kleinen Racker doch allzu gerne süß und bunt. Grünzeug kommt da nicht gut weg. Gemeinsames Werkeln aber macht selbst mit „gesundem Kram“ Spaß. So schnippelten und schnitten die sechs Kinder (vier Mädchen, zwei Jungen) vergnügt, was das Zeug hielt. Ziel war es, eine nahrhafte wie wohlschmeckende Gemüsesuppe zuzubereiten, deren vorherrschendes Grün mittels Wirsingkohl erzeugt wurde. Zum Kohl gesellten sich Kartoffeln, grüne Bohnen, Sellerie, Karotten, Porree und – als besondere Note mit angedeuteter Süße – Petersilienwurzeln. Der in Längsstreifen geschnittene, schneller weich kochende Wirsing wurde als letzte Zutat ganz oben in den großen Topf gelegt. Deckel drauf, lange warten! Vom Schaffen kriegt man Durst, also wurde den fleißigen Nachwuchsköchen Multivitaminsaft gereicht. Während die Suppe auf dem Herd brodelte, gaben Sabine und Martin Sondermann Tipps zum Thema Vermeidung künstlicher Geschmacksverstärker. Glutamat und Konsorten können vernachlässigt werden durch Zugaben von Shiitake-Pilzen. Diese besitzen die mittlerweile von der Wissenschaft anerkannte fünfte (neben süß, sauer, salzig und bitter) über die Zunge wahrnehmbare Geschmacksqualität Umami. Der Geschmack von stark eiweißreichen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Hülsenfrüchten und manchen Pilzen wird von Umami mitbestimmt.

 Die Suppe war ein Genuss, sodass der Küchennachwuchs verdientermaßen einen (mit Agavendicksaft gesüßten, also auch Veganern genehmen) Nachtisch schlabbern durften. Die Truppe tollte noch ein wenig im Freien rum – man musste schließlich den neu erzielten Energieschub umsetzen –, bevor sie wieder in Tom Schmidts Van einstieg zur Heimfahrt. Am nächsten Tag stand der Besuch einer Gokart-Bahn auf dem „Ferienspaß“-Programm. Abwechslung ist Trumpf!

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