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Den Wandel gemeinsam gestalten

Demografie-Treffen in Kalletal Den Wandel gemeinsam gestalten

Die Folgen des demografischen Wandels sind spürbar. Immer weniger Kinder, eine zunehmend ältere Bevölkerung und starke Wanderungsbewegungen führen in den Kommunen zu tief greifenden Änderungen. Deshalb muss die Zukunftsplanung der Kommunen an den absehbaren Entwicklungen ausgerichtet sein.

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Linda Mundhenke und Mario Hecker wollen ein landesweites Netzwerk für Demografiebeauftragte aufbauen.

Quelle: peb

Rinteln/Kalletal. Vor diesem Hintergrund hatten die Demografiebeauftragte der Stadt Rinteln, Linda Mundhenke, und Mario Hecker, Bürgermeister der Gemeinde Kalletal, Vertreter von Kommunen und Landkreisen aus ganz Niedersachsen zu einem Treffen in das Rathaus in Hohenhausen eingeladen. Das Ziel des Treffens war das Kennenlernen und der Aufbau eines Netzwerkes von Demografiebeauftragten.

 Mundhenke bedauerte, dass nur fünf Vertreter von Kommunen und Landkreisen der Einladung gefolgt sind. „Das Interesse für die Bildung eines Netzwerkes ist groß“, berichtete Mundhenke. „Aber viele Vertreter haben aus terminlichen Gründen abgesagt, oder der Anreiseweg nach Hohenhausen war einfach zu weit.“

 Der Landkreis Osnabrück, die Region Hannover, der Landkreis Schaumburg, die Stadt Gehrden und die Gemeinde Emmerthal hatten Vertreter geschickt.

 Kommunen und Regionen stehen im Wettbewerb um Einwohner, gute Arbeitsmöglichkeiten, attraktive Lebensbedingungen und gute Standortqualität. Ihre Zukunft hängt entscheidend davon ab, wie sie auf Herausforderungen reagieren.

 „Die Gemeinde Emmerthal hat in den letzten Jahren zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung verloren. Tendenz weiter fallend. Das bringt sehr große Probleme auf allen Ebenen für die Gemeinde mit sich“, sagte der Erste Gemeinderat Elmar Günzel. „Ich erhoffe mir von der Bildung eines Netzwerkes, dass ein Austausch zwischen den Kommunen stattfindet. Vielleicht ergeben sich daraus neue Erkenntnisse und sogar Lösungsmöglichkeiten.“

 Alterung und insbesondere Schrumpfung treffen die einzelnen Städte und Kommunen jedoch in unterschiedlichem Maße. Manche werden auch in Zukunft noch wachsen, während andere in ihrem Fortbestehen bedroht sein werden. Das bestätigte auch der Vertreter der Stadt Gehrden. „Wir verzeichnen keinen Bevölkerungsrückgang. Ganz im Gegenteil. Wenn wir ein neues Baugebiet ausschreiben, sind die Bauplätze ganz schnell verkauft. Dafür haben wir aber andere Probleme, die es im Zeitalter des demografischen Wandels langfristig zu lösen gilt.“

 Während des Treffens stellte Mundhenke das Handlungskonzept „Die Stadt Rinteln im demografischen Wandel“ vor. Das Handlungskonzept beschreibt die Veränderungen der Bevölkerung in Rinteln und die Folgen für das städtische Leben.

 Diese Folgen begründen vier Themen, mit denen sich Verwaltung, Politik und Bürgerschaft in den nächsten Jahren intensiv auseinandersetzen müssen: alt werden, arbeiten, wohnen und Gemeinschaft leben in der Stadt Rinteln.

 Am Ende des Treffens verständigten sich die Vertreter, über den E-Mail-Verteiler in Kontakt zu bleiben. Bei Bedarf sollen weitere Treffen stattfinden. Angedacht ist der nächste Termin Anfang 2016. Gastgeber soll dann voraussichtlich die Stadt Gehrden sein.  peb 

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