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Der Markt ist leer gefegt

Kaum Immobilien in der Stadt Der Markt ist leer gefegt

Fast 80 Häuser werden momentan in Rinteln zum Verkauf angeboten. Trotzdem aber heißt es aus dem Immobilienservice von Volksbank und Sparkasse: „Der Markt ist praktisch leer gefegt.“ Wie soll man das verstehen?

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RINTELN. Erste Aufklärung verschafft ein Blick in die großen Immobilien-Internet-Portale, wo praktisch alle Haus-Anbieter inserieren. Wer im Stadtgebiet und nicht in einem der Ortsteile sucht, muss aussortieren. Etwa die Hälfte aller Objekte befindet sich auf den Dörfern. Zieht man dann noch solche Angebote ab, bei denen es sich um erst zu planende Neubauten handelt – die meisten davon ebenfalls in den Ortsteilen –, bleiben für Innen-, Nord- und Südstadt keine 20 Häuser mehr übrig. Und auch dort ist mit dem Aussortieren noch nicht Schluss: Mit dabei sind einerseits eher reizlose, stark sanierungsbedürftige Altbauten und andererseits Geschäftshäuser, die sich kaum in echten Wohnraum umbauen lassen. Für Investoren mögen drei „Stadtvillen“ interessant sein, wenn sie dafür zwischen 350000 bis 550000 Euro aufbringen können. Fast 400000 Euro kostet ein Haus mit Schwimmbad am Stadtrand, angeboten unter dem Stichwort: „Komfortabler Wohngenuss mit Fernblick“.

Gute Zeit für Verkäufer

 Am Ende sind es dann noch eine Handvoll Immobilien, die für Paare oder Familien in Frage kämen, eine davon übrigens ein niedliches Fachwerkhaus. „Diese Situation besteht schon länger“, sagt Christian Gregor vom Immobilienservice der Volksbank in Schaumburg in Rinteln. „Die Leute haben wegen der niedrigen Zinsen gern investiert, und irgendwann sind die Bestandsimmobilien nun mal verkauft.“ Die weiterhin große Nachfrage führe dazu, dass Wohnhäuser und auch Eigentumswohnungen so schnell wie sonst selten weggingen. „Wer innerhalb der Stadt ein Haus verkaufen will, hat gute Chancen, dass er zeitnah Käufer findet. Und das wird wohl auch in den nächsten Jahren noch so bleiben.“

 Was Neubauten betrifft, so sind solchen Vorhaben im direkten Stadtgebiet enge Grenzen gesetzt, aus Mangel an freien Baugrundstücken. Die seltenen Gelegenheiten, etwa an der Brennerstraße, der Ritterstraße und der Krankenhäger Straße oder in der Nordstadt, werden zumeist mit Mehrfamilienhäusern bebaut, deren Wohnungen relativ hochpreisig verkauft oder vermietet werden. „Auch die Vorgaben des Denkmalschutzes und unsere Hochwassergebiete schränken die Bautätigkeit ein“, so Gregor.

 Das Immobilienangebot der Sparkasse Schaumburg ist ebenfalls beschränkt. Hier und bei der Volksbank sind verlockende Immobilien schon verkauft, bevor sie überhaupt online veröffentlicht werden können. Wer ernsthaft sucht, hat also durchaus einen Vorteil, sich mit den Maklern vor Ort in Verbindung zu setzen.  cok

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