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„Der Regen kam heute zwei Stunden zu früh“

Rinteln / Öko- und Bauernmarkt „Der Regen kam heute zwei Stunden zu früh“

Bis 15 Uhr eitel Freude auf dem Rintelner Öko- und Bauernmarkt, dann setzte der Regen ein und die Gesichter wurden länger. Manche Besucher rückten wieder ab, andere fuhren von zu Hause gar nicht erst los. So gab es keine Parkplatznot, aber auch keine optimalen Umsätze, ebenso nicht beim Einzelhandel mit seinem verkaufsoffenen Sonntag.

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150 Fische auf Marktplatz geworfen

Bei Regen sind auch Fische gefragt, freut sich Karen Ewert (links) am Stand von Speedy Fish gestern über Anfragen von Regenschirmträgern. © dil

Rinteln (dil). Besonders verärgert war diesmal Marco Schmieder von Speedy Fish, dem etwa 150 Fische gestohlen und auf dem Marktplatzpflaster verteilt wurden. „Ein Sicherheitsdienst fehlt hier, dafür würde ich sogar 100 Euro mehr Standgebühr zahlen“, sagte Schmieder, dem so etwas noch passiert ist. Marktmeister Jürgen Pleitner erwidert: „So ein Sicherheitsdienst kann aber nicht immer überall sein.“

Andere Stände freuten sich, dass sie dank ihrer Strategie von immer gleicher Platzierung gute Umsätze mit Stammkunden machten. Greta Rose (Sollinger Ölmühle) hörte von manchen zum Abschied: „Bis zum nächsten Mal im Mai.“
„Der Regen kam zwei Stunden zu früh“, sagte Pleitner gestern. Und am Stand der Frauen der Rintelner Ackerbürger pflichtete man ihm bei. Es gab um 17 Uhr noch etwa 20 Reststücke Kuchen, wo sonst um 16 Uhr schon alles ausverkauft ist.

Ein Renner waren die Aroniapflanzen und -produkte der Baumschule Horst Bleinadel aus Aerzen: „Die Pflanzen haben wir seit Jahren, aber eher wegen der Blüten und des Herbstlaubs verkauft. Jetzt wurde herausgefunden, dass die Beeren gegen Arthrose, Herpes und Leukämie helfen.“ Da kauften manche für die Nachzucht im Garten, fast 100 Kunden nahmen gleich den Drei-Liter-Karton mit Saft für die Intensivkur.

Rund 70 Stände boten ihre Waren an, von Kunstgewerbe über Erntedeko bis Lammbratwurst aus Friedrichswald und Pickert aus Lippe. Die Streichelkaninchen verzogen sich beim Regen in die hinterste Ecke ihres Geheges, die schottischen Hochlandrinder ließen geduldig an ihren spitzen Hörnern herumgrapschen. Jung und Alt hatten erlebnisreiche Stunden mit viel Gelegenheit zum Probieren. Und der Andrang kaum laut Autokennzeichen wieder aus allen Landkreisen rund um Rinteln sowie darüber hinaus.

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