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Der Weihnachtsmann reitet auf dem Känguru

Rinteln / Ausstellungen Der Weihnachtsmann reitet auf dem Känguru

Es wäre alles noch schöner, wenn die Scheiben der Vitrinen aus Vergrößerungsgläsern bestehen würden. Dahinter nämlich befindet sich eine Sammlung von Briefmarken aus Deutschland und der Welt, die allesamt weihnachtliche Motive tragen und damit eine alte Geschichte immer wieder neu erzählen.

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 Pastor Dirk Gniesmer hat die Ausstellung von Briefmarken im Johannis-Kirchzentrum vorbereitet.

Quelle: cok

Rinteln (cok). Pastor Dirk Gniesmer hat sie zusammengetragen und zu einer Ausstellung komponiert, die bis Neujahr in der Johanniskirche zu sehen ist.

 Auch ohne Vergrößerung macht es Spaß, diese Marken zu betrachten, die oft auf geschmückten Umschlägen kleben, versehen mit weihnachtlichen Stempeln aus Städten, die für ihre Weihnachtsmärkte berühmt sind – oder aus Orten mit den klingenden Namen „Himmelsthür“, „Himmelpforten“ und „Engelskirchen“. Während die Briefmarken aus Deutschland – seit 1996 werden solche Weihnachtsmarken gedruckt – jahrzehntelang überwiegend klassische Weihnachtsgemälde rund um Krippe und Stall, und Maria Verkündigung zeigen, dazu auch besonders schöne Kirchenfenstermosaike, wagten sich andere Länder schneller an unkonventionelle Stilformen heran.

 In England werden die Heiligen drei Könige schon mal als lachende Schornsteine dargestellt. In Kanada illustriert man „australische Weihnachten“ in Gestalt eines Weihnachtsmannes, der auf einem Känguru reitet, in Dänemark ist auf fast jeder Marke die berühmte weiß-rote Julefahne zu sehen. Maria, Joseph und das Christkind sind in Afrika dunkelhäutig, in Japan dagegen mit Mandelaugen versehen. Auf Samoa feiert man Weihnachten unter Palmen, aus Belgien kommt ein ganzer Markenblock, der keine weihnachtliche, dafür aber wintervergnügliche Szenen zeigt.

 So eindrucksvoll die Reproduktionen großer Künstlerwerke auch sind, ganz besonders rührend, oft auch sehr witzig, erscheinen solche Marken, die von Kinderkünstlern gestaltet wurden. Gemütliche Engel, dicknasige Zwergweihnachtsmänner – solche Bilder würde man sich sofort zu Hause aufhängen und stolz jedem Besucher vorführen. Gniesmer war schon in seiner Jugend ein begeisterter Briefmarkensammler. Als er das Hobby später wieder aufgriff und auf die Weihnachtsmotive aufmerksam wurde, suchte und fand er alles, was er wollte auf Flohmärkten, Sammlerbörsen und übers Internet.

 Die Ausstellung ist interessant aufgebaut, jede Markenreihe mit erläuternden Texten versehen, und der Pastor ließ es sich nicht nehmen, auf diese Weise auch die Weihnachtsgeschichte nachzuerzählen.

 Jeden Adventssonntag gegen 11.30 Uhr, nach Gottesdienst und Gemeindekaffeetrinken, hält Gniesmer einen kleinen Themenvortrag. Am Sonntag, 9. Dezember, geht es um die Entwicklung vom Nikolaus zum Weihnachtsmann. Alle Interessenten sind willkommen.

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