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Detektiv erscheint nicht zur Verhandlung

Gerichtsverfahren Detektiv erscheint nicht zur Verhandlung

Gut drei Monate nach einem seltsamen Vorfall in einem Rintelner Baumarkt ist nun das Bedrohungsverfahren gegen einen 64-jährigen Rentner eingestellt worden. Dieser war angeklagt, einem Detektiv mehrfach gedroht zu haben, er werde ihn umbringen.

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Quelle: dpa

Rinteln. Im August hatte sich der Rentner in einen Baumarkt begeben, um eigenen Angaben zufolge Fahrradteile zu kaufen. Im dortigen Kassenbereich wurde er von einem Ladendetektiv des Unternehmens angesprochen. Dieser warf ihm vor, etwas in die Tasche gesteckt zu haben. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um Zubehör für eine Bohrmaschine, ein sogenanntes Bohrfutter, im Wert von etwa 40 Euro gehandelt haben. Das Teil befand sich in einer Verpackung, die der Mann zuvor aufgerissen haben soll. Dies bestritt der von Rechtsanwalt Marco Vogt verteidigte Angeklagte allerdings. Er wollte sich auch nicht vom Detektiv durchsuchen lassen und bestand darauf, dass eine Kassiererin die Polizei rief.

 15 Minuten später trafen die Beamten im Geschäft ein. Sie entdeckten den leeren Karton und durchsuchten den Rentner, konnten das Bohrfutter aber nicht finden. In Gegenwart der Polizisten soll es dann zu Drohungen des 64-Jährigen gegenüber dem Detektiv gekommen sein.

 „Du-tausend-tot. Du ganz schlechter Mensch“, erinnerte sich ein Ordnungshüter an die Worte des Rentners. Diese Äußerungen soll der Angeklagte noch mehrfach wiederholt haben. Er war sehr temperamentvoll und konnte vor Ort kaum beruhigt werden. „Ich habe ihn nicht bedroht“, beteuerte dagegen der 64-Jährige vor Gericht.

 Der als Zeuge geladene Detektiv erschien überraschend nicht zur Verhandlung. Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig wies darauf hin, dass es sich bei der angeklagten Bedrohung um ein Privatklagedelikt handelt. Offenbar habe der Zeuge kein Interesse. Schließlich folgte Richter Christian Rost der Anregung, das Verfahren einzustellen. maf

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