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Die Hüllen fallen: Altes Museum ist winterfest

Rinteln / Pächter gesucht Die Hüllen fallen: Altes Museum ist winterfest

Fast hatte man sich schon daran gewöhnt, dass das Alte Museum in Rinteln hinter Gerüsten und Planen verborgen ist, doch vor einigen Tagen sind die Hüllen gefallen.

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 Gudrun Stroteich (l.) und Funda Reimnann vom Büro „CAD Your Life“ betreuen die Sanierung des Alten Museums. Die Ostseite ist nahezu fertig, der Südgiebel hat oben neues Mauerwerk in den Gefachen, unten wird noch weiß verputzt.

Quelle: dil

Rinteln (dil). Nur die Nordseite ist weiter eingerüstet, aber auch ist nur noch eine Frage von Tagen, wenn es nicht zu einem plötzlichen heftigen Wintereinbruch kommt. Das Gebäude ist winterfest, die nächsten Monate sollen für den Innenausbau genutzt werden.

 Seit einem Jahr ist das Büro „CAD Your Life“ an der Wallgasse für die Betreuung der Sanierung zuständig. Geschäftsführerin Funda Reimann und ihre Mitarbeiterin, Diplom-Ingenieurin Gudrun Stroteich, haben jetzt unsere Zeitung auf Anfrage über den Baufortschritt informiert. Drei Seiten des Gebäudes präsentierten sich bereits saniert. Das Dach wurde neu eingedeckt, und sogar einige Balken mussten dabei erneuert werden, denn das Dach hing schon etwas durch.

 Besonders schmuck ist nun der Giebel an der Südseite, dessen Gefache komplett mit neuen Ziegelsteinen ausgemauert worden sind. Zur Kirchseite hin reichten die vorhandenen, zum Teil noch brauchbaren Ziegelsteine zur Ausmauerung der Gefache. Dafür musste aber das Holz komplett erneuert werden, es war weitgehend verrottet.

 Beim ersten Blick erscheint die derzeit vorgenommene Fachwerk-Bemalung schwarz, es handelt sich aber um einen dunklen Palisanderton, der sich noch aufhellen wird.

 Verschwinden wird dagegen die bunte Bemalung des Nordgiebels. Hier wird in Abstimmung mit dem niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Fachdienste Restaurierung, nur noch Palisanderfarbe aufgetragen. Es mussten auch dort viele morsche Holzteile ausgetauscht werden. Da hätten alte und neue Farben ohnehin kein einheitliches Bild ergeben, eher wie ein Flickenteppich.

 Noch vor Jahresende könnte auch das letzte Gerüst abgebaut sein, wenn der Winter nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Noch in diesem Jahr sind die Kanalanschlussarbeiten und die Außenpflasterung vorgesehen.

 Verbessert werden soll auch die Situation rund um den Postillon, der nur in einem austapezierten einfachen Holzkasten stand. Er bekommt eine neue Box mit einer Tür aus alter Eiche und alten Beschlägen sowie einer Wärmedämmung nach innen. Die Mechanik für das Bewegen des Postillons ist noch in Ordnung, die Figur existiert noch, ist sicher eingelagert.

 Beim Innenausbau herrscht im Moment Ruhe, es soll aber im Winter weitergehen. Dabei wird Rücksicht auf eventuelle Wünsche des künftigen Pächters genommen. Ein Pächter soll möglichst noch in diesem Jahr gefunden werden, Gespräche mit Interessenten dazu laufen. Was hineinkommt ist offen, mit der von der Stadt erteilten Genehmigung eines Café-Betriebs werden beim Ausbau aber bereits Bedingungen erfüllt, die höher liegen als bei einem Ladengeschäft (zum Beispiel Behindertentoilette). In jedem Fall geht es in Kürze an den Heizungs- und Leitungsbau.

 Offen ist derzeit der Platz der Tür zum Kirchplatz. Die Tür ist ausgebaut und wird restauriert. Bis zum Wiedereinbau wird diese Öffnung provisorisch geschlossen. Die bisherige Glastür an der Nordseite dagegen wird durch eine Eichentür ersetzt, hinter der sich ein Windfang befinden soll. Dann kann tagsüber die Holztür nach innen geöffnet werden. Dadurch bekommt man Licht in den Gastraum.

 Der Kellerraum wird verfüllt, die dort früher befindliche Heizung wird ersetzt durch eine neue in einem Raum im Obergeschoss.

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