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Die leisesten Haustiere der Welt

Rintelner Zierfischbörse Die leisesten Haustiere der Welt

Unter den Verkäufern bei der Zierfischbörse des Rintelner Aquarienvereins kann man die unterschiedlichsten Menschen finden. Da gibt es ganze Familien hinter den Ständen, wie zum Beispiel Familie Reichel.

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Manchmal sogar interessanter als das Fernsehprogramm: ein Blick in das Zierfischaquarium. 

Quelle: cm

Rinteln. Vater Andreas Reichel hat 60 Aquarien zu Hause. Da kann er die Hilfe von Frau Susanne und den beiden Kindern gut brauchen. Zur Tauschbörse hat er unterschiedliche Fische mitgebracht. Von Roten Neons, Zebra Buntbarschen und Blauen Fadenfischen sprechen die Schilder an den Aquarien. Die Fische selbst sind schon beinahe komplett über die Verkaufstheke gegangen. „Es ist immer ein bisschen wie ein Lotteriespiel, wie die Nachfrage so ist. Heute war es jedenfalls super“, freut sich Reichel.

Reichels Sohn Leon hat zwar keine eigenen Fische, aber er hat die Wasserschildkröten für sich entdeckt. „Dieses Jahr haben sie das erste Mal Eier gelegt“, erzählt Susanne Reichel. „Wir sind schon ganz gespannt, ob da was schlüpfen wird.“ Und Ehemann Andreas fügt hinzu: „Bei größerer Wärme entwickeln sich in den Eiern mehr weibliche Schildkröten. Wenn es kühler ist, mehr männliche. Es gibt schon viel Merkwürdiges in der Natur.“  Tochter Vanessa mag lieber Tiere, mit denen man kuscheln kann. Sie kümmert sich um Kaninchen und Hund.

Auch Harald Kahden gehört zu den Verkäufern, die zu Hause eine große Anzahl von Aquarien betreiben. Sein Schwerpunkt ist die Zucht von Buntbarschen, und in seinen vier Ausstellungsbecken tummeln sich viele unterschiedliche, schön gezeichnete Fische. Besonders erwähnenswert sind hier die Tanganjika-Barsche. Den Grundstock zu dieser Zucht hat Kahden auf ungewöhnliche Weise gelegt. Er ist selbst nach Afrika geflogen, zum Tanganjika-See.

Dort fing er „seine“ ersten Fische in Tauchgängen bis zu 35 Meter Tiefe selbst. Das sei 2001 noch möglich gewesen, erklärt der Hobbyzüchter. Große Schwierigkeiten hatte er beim Heimflug. Die Tauchausrüstung und die zwei Koffer voller Fische hätten 60 Kilogramm auf die Waage gebracht, und es sei sehr aufreibend gewesen, die Fluggesellschaft zur Mitnahme seiner Schätze zu bewegen.

Dass man Fische auch weniger aufwändig züchten kann, berichtet Kurt Böker. Er hat Scalare der Sorte Peru Altum im Angebot. So etwa zwei bis fünf Stunden pro Woche braucht er, um seine etwa 120 Fische zu versorgen. „Es ist nicht so sehr die Zeit, die bei der Zierfischhaltung zu Buche schlägt, sondern eher die Energiekosten. Licht, Filter und Beheizung verschlingen eine Menge Energie und kosten Geld“, führt Böker aus. Er habe mal spaßeshalber seinen Verbrauch ausgerechnet. Zehn Kilowattstunden verbrauchen seine Aquarien pro Tag.

Der Vorsitzende des Aquarienvereins, Reiner Maschmann, ist mit dem Verlauf der heutigen Veranstaltung zufrieden. Zwölf Verkäufer sind gekommen, und ungefähr 150 bis 200 Besucher hat er gezählt. Der Termin für die nächste Tauschbörse steht schon fest. Es ist der 6. Dezember, Nikolaustag. Wer mehr über die Aktivitäten seines Vereins wissen möchte, den verweist Maschmann an die gut gepflegte Homepage.

„Wir wollen die Schwelle niedrig halten und viele ermuntern, doch mal bei uns hereinzuschauen“, erklärt Maschmann. „Auch und gerade Anfänger sind gern gesehen. Denen stehen wir dann mit Rat und Tat zur Seite.“ Einen wichtigen Tipp hat er auch gleich noch: Man solle nicht mit einem kleinen Aquarium anfangen. „Die kleinen sind am schwersten zu pflegen.“ cm

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