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Die Weintage in Rinteln und ihre besondere Atmosphäre

So schön wie in Süddeutschland Die Weintage in Rinteln und ihre besondere Atmosphäre

Für viele ist es das schönste Stadtfest des Jahres, die „Rintelner Weintage“ auf dem Kirchplatz. Diese ganz besondere Stimmung, die entsteht, wenn viele Menschen zusammenkommen, um zu essen, zu trinken und miteinander zu plaudern, ist jedenfalls unverwechselbar.

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Fröhlich geht es beim Weinfest zu. An den Tischen in den Zelten wird so mancher leckere Tropfen probiert. 

Quelle: la

Rinteln. Man trifft sich wie auf einem großen Familienfest, und die Begleitmusik dazu kommt nicht von einer Bühne, sondern sie entsteht durch das fröhliche Reden und Lachen der unzähligen Gäste von nah und fern.

Es gab zwar auch Bier während der Weintage, aber im Mittelpunkt standen überwiegend deutsche und europäische Weine in so großer Auswahl, dass man als Genießer voll auf seine Kosten kam.
Da man auch 0,1-Liter-Mengen bestellen konnte, ergab sich die schöne Möglichkeit, verschiedene Sorten auszuprobieren. Dazu kam, dass die Speisekarten der beteiligten Gastronomie Köstliches hatten. Crêpes und Bratwurst suchte man vergebens, dafür aber gab es internationale Spezialitäten, kleinere Portionen zu erschwinglichen Preisen, sodass man immer wieder Lust bekam, den Platz zu wechseln, den Köchen kurz bei ihrer Arbeit zuzusehen, und nach der leckeren Kartoffelsuppe bei „fein & köstlich“ etwa noch eine Wildschweinroulade vom „Maître Wild“ zu genießen oder die Tapas des „Bodega“ zu bestellen, um sich dann noch von den Lobgesängen über den Burger vom Angus-Rind bei „Bauer Giese“ zum Zugreifen verführen zu lassen.
Vier Tage war Zeit, um das Angebot der insgesamt sechs beteiligten Gastronomen zu erkunden, und das taten auch viele Tausend Besucher so ausschweifend, dass die Tische in den Pagodenzelten und unterm großen Mittelzelt praktisch rund um die Uhr besetzt waren.
Obwohl das Wetter nicht ganz mit den goldenen Herbsttagen und lauen Abenden vom letzten Jahr mithalten konnte, hatten die Wirte und ihre Mitarbeiter kaum weniger zu tun. Wer doch etwas Musik hören wollte, ließ sich in der Nähe von Rintelns Dauer-Straßenmusiker mit seiner Gitarre nieder, die der am Rande des Geschehens hervorholte. Alles in allem aber bewährte sich erneut das Konzept, auf Bespaßung von außen zu verzichten zugunsten dieser reizvollen, fast süddeutsch anmutenden Weintage-Atmosphäre.

Von Cornelia Kurth

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