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Digitales Schaufenster für Bauherrn?

Nicht in Rinteln Digitales Schaufenster für Bauherrn?

Wer bauen will und schon weiß wo, kann sich im Internet über Bebauungspläne (B-Pläne) informieren: Was geht und was nicht? Das funktioniert jedenfalls in vielen Städten, aber nicht in Rinteln. Dort fehlen im Internetauftritt der Stadt noch die entsprechende Plattform und der Inhalt dafür.

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Eva Radant ist Bauzeichnerin bei der Stadt Rinteln. Sie zeigt großformatige Bebauungspläne, die langsam, aber sicher vergilben.

Quelle: tol

Rinteln. Wer bauen will, muss persönlich ins Rathaus kommen. Umständlich findet das der Ratsherr und Bauunternehmer Kay Steding (CDU) – und macht Druck. In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung will Steding einen Antrag stellen, die Digitalisierung der B-Pläne zu beschleunigen: Das heißt, entweder mehr Personal als bisher einsetzen und bessere technische Möglichkeiten dafür schaffen oder Geld für eine Fremdvergabe bereitstellen.

 Steding machte deutlich, dies sei heute wichtig für Privatinteressenten, aber auch gewerbliche Investoren. Und Rinteln steht ja auch in Konkurrenz zu Städten wie Bückeburg, die so etwas schon heute können und haben, bestätigt Baudezernentin Elena Kuhls: „Die Nachfrage gibt es auch bei uns. Künftige Bauherren wollen einfach schon mal einen ersten Einblick haben.“

 Mit diesem Thema rannte Steding bei der Verwaltung offene Türen ein. Bauamtsleiter Andreas Wendt erklärte, es habe schon vor zwei Jahren einen Versuch der Digitalisierung für den internen Gebrauch mit einer Privatfirma gegeben, der aber nicht zufriedenstellend verlaufen sei, weshalb die Bezahlung gekürzt worden sei. „Man kann auf den Plänen nicht alles lesen“, sagte Wendt.

 Nun sitzt im Bauamt eine Kraft an dieser nicht einfachen Aufgabe. „Die Pläne aus fünf Jahrzehnten sind zum größten Teil noch von Hand gezeichnet, vergilbt, auf dickerem Papier, gefaltet mit Knickstellen sowie laminiert“, teilt Baudezernentin Kuhls mit. „Die Privatfirma hatte Teilschnipsel erstellt, die zusammengefügt werden müssen, doch die Übergänge sind nicht immer gut genug. Mindestens in den letzten zehn Jahren sind aber Bebauungspläne schon digital erstellt worden.“

 Genau das nahm Steding zum Anlass, zu fordern, doch schon fertig digitalisierte Pläne ins Netz zu stellen. Hier bremste Kuhls etwas, denn die Präsentation müsse ja schlüssig sein – darüber sei noch nicht entschieden worden. Bisher erarbeite die eine Verwaltungskraft nur die Voraussetzungen für die Inhalte der geplanten Plattform. „Wir hätten das Thema demnächst auch selbst in die politische Beratung gebracht“, sagt Kuhls; der Druck durch die CDU komme ihr gelegen. Es gehe um eine Daueraufgabe, denn diese Internetplattform müsse ständig aktualisiert werden.

 „Der Bebauungsplan, also eine Karte mit den drauf stehenden textlichen Festsetzungen, wird eine PDF-Datei sein, die man am Computer in Teilen ansehen und ausdrucken kann“, erklärt Kuhls. „Der rein textliche Teil mit der Begründung und weiteren Daten kann normal Seite für Seite gelesen und ausgedruckt werden.“ Gesetzlicher Druck bestehe nicht, so Kuhls. „Nur wenn eine Kommune alle Pläne digital bereithält, müssten diese auch ins Netz gestellt werden, wir haben sie aber nicht komplett. Wir sind aber dran, und bestenfalls im nächsten Jahr könnten wir fertig sein. Dafür bräuchten wir aber noch Geld und Personal. Wenn Herr Steding seinen Antrag stellt und der so beschlossen wird, werden wir auch Angebote einholen.“dil

 Eva Radant ist Bauzeichnerin bei der Stadt Rinteln. Sie zeigt großformatige Bebauungspläne, die langsam, aber sicher vergilben. tol

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