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Druck aus dem Kessel

Verkehr vor Schulzentrum Druck aus dem Kessel

Langsam wälzt sich die Stahllawine morgens die Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße entlang. Staut sich rund ums Rintelner Schulzentrum.

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Die Stadtverwaltung will Druck aus dem Kessel der täglichen Staus am Schulzentrum und auf der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße lassen.

Quelle: lb

RINTELN. Wälzt sich später träge wieder zurück. Sechs Stunden darauf meist das gleiche Bild. Die Verkehrsbelastung für die Anwohner ist wegen des täglichen Schulverkehrs enorm. „Das wollen wir entzerren“, sagt Bürgermeister Thomas Priemer. Er will den Neubau der IGS am Schulzentrum zum Anlass nehmen, um die Verkehrsführung grundsätzlich neu zu regeln. Ihm schwebt vor, den Verkehr künftig ausschließlich über die Umgehungsstraßen zu leiten und von hinten – also über die Burgfeldsweide – an das Schulzentrum heranzuführen.

Alternativ wäre es auch möglich, auf den Flächen westlich des Schulzentrums einen neuen Parkplatz zu errichten. Dieser liege dann zwar im Überschwemmungsgebiet, es wäre aber eine Option.

Bürgermeister bleibt am Ball

In einem Pressegespräch stellt Priemer die langfristigen Pläne – sie sollen erst nach dem Bau der IGS umgesetzt werden – vor. Er will damit auch deutlich machen, was ihm die brodelnde Gerüchteküche in jüngster Zeit absprach: Er hat noch Bock auf den Job. In den vergangenen Monaten kochte immer wieder hoch, der Bürgermeister würde möglicherweise nicht weitermachen wollen. „Das stimmt definitiv nicht“, so Priemer. Er sei nicht krank, nicht amtsmüde, und auch sonst spreche nach derzeitigem Stand nichts dagegen, dass er seine Amtszeit mit voller Energie zu Ende bringe. „Wenn es denn endet, ich kann auch mit 63 noch wiedergewählt werden“, gibt er sich kämpferisch.

Doch zurück zu den Sachthemen: Bisher läuft ein großer Teil des Bus- und Autoverkehrs von und zum Schulgebäude über die Extertalstraße und danach die Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße. Wegfallen wird künftig der Schulverkehr zum Kollegienplatz, da die dortige IGS ja umzieht.

Mit Baumaßnahmen Verkehr beruhigen

Da mit den zusätzlich knapp 900 Schülern die Buswendeschleife sowie die Parkplätze am Schulzentrum ohnehin neu geplant werden müssten, will Priemer den Bus- und den größten Teil des privaten Verkehrs zur Schule über die Ostumgehung und dann über die Burgfeldsweide führen. Die Zufahrt zum Parkplatz könnte – je nach Ausrichtung des neuen IGS-Gebäudes – dann auch über die Nordseite erfolgen statt wie bisher über die Ostseite.

Auch mit baulichen Maßnahmen soll die Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße künftig verkehrsberuhigt werden. Dort könnte etwa ein Radweg gebaut werden. Und speziell die Einmündung der Extertalstraße in die Seetorstraße möchte Priemer ebenfalls überplanen lassen. Zu Stoßzeiten komme es regelmäßig zu unschönen Szenen für Radfahrer. „Möglicherweise werden wir dafür einen Experten zurate ziehen“, so Priemer.

Das alles seien „reine Rintelner Aufgaben“, betont das Stadtoberhaupt. Im Gegensatz zum Bau der IGS – das sei Sache des Landkreises Schaumburg. Mit der Verkehrsführung müsse man sich jetzt frühzeitig auseinandersetzen, um am Ende eine wirkliche Verbesserung der Situation zu erreichen.

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