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Düngemittel auf der Straße

Rinteln/Engern / Spezialeinsatz Düngemittel auf der Straße

Kleine Ursache – großer Schaden: Ein Landwirt aus Engern hatte gestern Morgen beim Raiffeisen-Landbund in der Dankerser Straße mehr als 2000 Liter Flüssigdünger getankt.

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 Aufgrund des Düngemittelunfalls werden an der Dankerser Straße der Bauhof Warnschilder aufgestellt.

Quelle: tol

Rinteln/Engern. Rinteln/Engern (tol, dil). Auf dem Heimweg nach Engern riss schon beim Verlassen des Ladens eine Zuleitung, der Flüssigdünger lief aus. Die Spur zog sich bis nach Engern, wo der Landwirt den Schaden erst auf seinem Hof bemerkte. Mehr als 500 Liter fehlten. Nun musste der Schaden für andere rasch begrenzt werden.

 Der Landwirt informierte Polizei, Feuerwehr, Bauhof und Straßenmeisterei. Der Dünger ist eine Ammonium-Nitrat-Harnstoff-Lösung (AHL). Man kann sie zwar mit reichlich Wasser entfernen, aber sie darf nicht in Gewässer und die Kläranlage gelangen, denn die dortigen Mikroben werden damit nicht fertig. Das wussten die Experten. Die Untere Wasserbehörde Landkreis Schaumburg entschied: In diesem Fall muss eine Spezialfirma ran. Die Firma UKS aus der Region Hannover schickte zwei Fahrzeuge samt Mitarbeitern aus Bad Münder. Ihre spezielle Fähigkeit: die Düngemittelspur nass machen und die Flüssigkeit mit Hochdruck-Zweikammer-Vakuum-Technologie aufsaugen und entsorgen.

 Das Unternehmen nahm gegen 12.40 Uhr seine Tätigkeit beim Raiffeisen-Landbund auf und arbeitete sich bis zum Abend nach Engern vor.

 Besonders an den Kreuzungen und Einmündungen mussten Teile der Straßen gesperrt werden. Der Verkehr wurde von Bauhofmitarbeitern durch das Aufstellen von Sperrblöcken abgeleitet. Bis zum Nachmittag waren die Ortsfeuerwehren Rinteln und Engern in ihren Bereichen im Einsatz, um besonders Zweiradfahrer vor der Rutschgefahr zu warnen. Insgesamt reagierten die Autofahrer besonnen, es kam zu keinen größeren Staus. Auch auf dem Parkleitsystem der Stadt wurde vor der verschmutzten Fahrbahn in der Nordstadt gewarnt: Vorsichtig fahren.

 Für den Landwirt ist klar: Er muss für den Schaden aufkommen – oder seine Versicherung. Glück im Unglück für alle Beteiligten: Es gab keinen Regen, der in Verbindung mit dem Düngemittel sonst einen gefährlichen Schmierfilm auf der Straße gebildet hätte.

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