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Durch alte Sorten sollen neue Besucher kommen

Todenmann / Kirschkönig Durch alte Sorten sollen neue Besucher kommen

Auf die Hagener Kirschkönigin warteten die Todenmanner gestern vergebens. Eigentlich sollte sie zur Einweihung des Kirschenrundwanderwegs ein kleiner Glanzpunkt sein.

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Gerd Beu zeigt, wo es lang geht auf dem Kirschenrundwanderweg durch Todenmann.

Quelle: ll

Todenmann (ll). Doch daraus wurde nichts: Sie sagte die Teilnahme an der Feier am Moorhof kurzfristig ab – wegen einer Grippe. Dennoch: Besuch aus der Kirschenstadt Hagen am Teutoburger Wald war trotzdem ins Kirschendorf gekommen, um den „Geschwistern im Geiste“ zu gratulieren.

 Was Hagen und Todenmann verbindet: Beide Orte setzen insbesondere auf die Erhaltung alter Kirschensorten – und sie wollen damit den ökologischen mit dem wirtschaftlichen Nutzen verbinden. Denn neben dem Sortenerhalt sind die Aktivitäten rund um die Kirsche auch ein wesentlicher Beitrag zur Tourismusförderung. Die kleine, rote Frucht steht dabei auf Festen, Werbeplakaten und Imagebroschüren im Mittelpunkt. Auch in Hagen gibt es – so wie jetzt in Todenmann – einen Kirschwanderweg: Um die Kirsche ranken sich somit auch Entwicklungskonzepte.

 Früher kamen Besucher von weit her, um Kirschen in Todenmann einzukaufen. Zahlreiche Obststände säumten die Straßenränder. „Unsere Kirschen wurden sogar auf der Autobahn verkauft“, weiß

 Gerd Beu, Vorsitzender des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins in Todenmann. Gewiss: Früher war die Autobahn auch noch frei zugänglich, und früher gab es auch noch nicht so viel Verkehr dort. Aber mehr Besucher will die Todenmanner Dorfgemeinschaft auch heute wieder in das Kirschendorf locken – der Rundwanderweg ist ein wesentlicher Beitrag dazu.

 Über 700 Kirschbäume gibt es derzeit in Todenmann. Erst kürzlich wurden von den Einwohnern und Vereinsmitgliedern 50 Kirschbäume gepflanzt. „Allein 20 alte Sorten waren darunter“, sagte Ortsvorsteher Uwe Vogt. Im Erhalt alter Sorten, die nicht nur besser schmecken, sondern auch länger genießbar sein sollen, sieht man in Todenmann das Besondere. Und das könnten Besucher nun am Rande des Wanderwegs in Augenschein nehmen.

 Auch wenn die Route des Wanderweges feststeht, ganz fertig ist sie noch nicht. „Schätzungsweise im Frühjahr werden noch Informationstafeln an verschiedenen Streckenbereichen angebracht“, kündigte Gerd Beu an. Derzeit hängen erste Entwürfe der Tafeln aus. Über das endgültige Erscheinungsbild solle gemeinsam entschieden werden.

 Insgesamt viereinhalb Kilometer lang ist der Rundwanderweg. Er wurde mit Geldern aus dem EU-Förderprogramm Leader finanziert. Rund 10000 Euro standen den Todenmannern für Kirschbäume, Hinweisschilder und Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Am Moorhof, wo auch etliche neue Bäume gepflanzt wurden, stehen seit Kurzem auch ein Unterstand und Sitzbänke. Sie sind pünktlich zur Einweihung des Kirschenrundwanderweges errichtet worden.

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