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Ein Fest trauriger Töne

Gottesdienst an Himmelfahrt Ein Fest trauriger Töne

Es ist gut, dass die Nikolaikirche für ihre Außenbestuhlung über wärmende Sitzkissen verfügt. Die konnte die kleine Gemeinde, die sich an Himmelfahrt zu einem Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Kirchplatz versammelt hat, gut gebrauchen.

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Pastorin Sabine Schiermeyer hielt den Gottesdienst auf dem Kirchplatz. cm

Rinteln. So an die fünfzig Menschen waren gekommen. „Das ist die Kerngruppe von Gottesdienstbesuchern der Nikolaikirche“, meinte Pastorin Sabine Schiermeyer. „Um einen größeren Kreis anzusprechen, zum Beispiel noch Familien mit Kindern, müsste man den Gottesdienst in den Wald oder an die Weser verlegen.“

 Himmelfahrt gehöre nicht zu den großen Familienfesten in der Kirche. Dazu habe es einen zu „kantigen“ Charakter, erklärte die Pastorin. Ganz im Gegensatz zur üppigen, duftenden Frühlingsatmosphäre, die man in der Natur jetzt finde, schlage das Fest traurige Töne an. Schließlich symbolisiere es den endgültigen Abschied von Jesus. Nachdem dieser noch vierzig Tage nach seinem Tod den Jüngern regelmäßig erschienen sei, habe er an Himmelfahrt seine Anhänger für immer verlassen. Seitdem seien die Christen auf sich selbst und ihren Glauben gestellt.

 Von der Atmosphäre frühen Christentums hat sich auch etwas im Gottesdienst im Freien finden lassen. Eine kleine Gruppe Gläubige, ein schlichter Altar mit Kerze und Blumenstrauß, viele Lieder, die von Dankbarkeit und Hoffnung handeln, so ähnlich könnte es auch vor zweitausend Jahren ausgesehen haben.

 Was es damals sicher noch nicht gab, sind Feuerwehrkapellen wie das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Rinteln, das die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernommen hatt. Klangvoll unterstützte die Kapelle die Stimmen, die sich sonst in der Weite des Platzes vielleicht verloren hätten.

 So sehr „kantig“ war die Atmosphäre des Gottedienstes dann eigentlich doch nicht. Schiermeier, unterstützt von Kirchenvorsteherin Annette Hingst-Bettin, ließ sich bei der Auswahl der Lieder und in ihrer Predigt ganz offensichtlich auch vom hoffnungsvollen Frühling und von der wunderbaren Weite eines blauen Himmels inspirieren, sodass die Besucher bewegt von Gedanken an Natur und Gott zufrieden ins eigene Heim zurückkehrten. cm

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